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Schlank und fit? Warum das laut Experten nicht gleich gesund bedeutet

Fit und gesund
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Aktualisiert
Lesezeit2 Min · 483 Wörter

Ein anerkannter Ernährungsberater erklärt, warum schlank nicht gleich gesund ist und wie man das Gleichgewicht zwischen Gesundheit, Ästhetik und Leistung findet. Tipps und Tricks für eine nachhaltige Fitness.

Schlank sein und wie ein Athlet trainieren – das klingt für viele nach dem ultimativen Fitnessziel. Doch Ernährungsberater Mike Molloy warnt: Diese Ziele garantieren nicht automatisch Gesundheit und Langlebigkeit. In einer Welt, in der Fitness oft mit äußerer Erscheinung verwechselt wird, ist es wichtig, die goldene Mitte zwischen Gesundheit, Ästhetik und Leistung zu finden.

Gesundheit, Ästhetik und Leistung – Ein Venn-Diagramm der Fitness

Mike Molloy, ein renommierter Ernährungsberater für Spitzensportler, verwendet im Interview mit „Business Insider“ ein Venn-Diagramm, um die Balance zwischen Gesundheit, Ästhetik und Leistung zu veranschaulichen. Diese drei Bereiche überschneiden sich, aber wenn man einem der Bereiche zu viel Aufmerksamkeit schenkt, leiden die anderen. Molloy betont, dass die durchschnittliche Person alle drei Aspekte verbessern kann, indem sie sich besser ernährt und regelmäßig Sport treibt.

Schlank heißt nicht gesund

Viele Menschen streben nach einem schlanken Körper, doch Molloy warnt: „Die Leute, die am schlankesten sind und an Bodybuilding-Shows oder Figurwettbewerben teilnehmen, sind beim Betreten der Bühne beim besten Willen nicht die gesündeste Version ihrer selbst.“ Ein extrem niedriger Körperfettanteil kann zu hormonellen Ungleichgewichten führen, die sowohl die Leistungsfähigkeit als auch die Gesundheit beeinträchtigen. Frauen, die intensiv trainieren und einen sehr niedrigen Körperfettanteil haben, können beispielsweise einen Rückgang des Östrogenspiegels erleben, was den Muskelaufbau erschwert.

Regelmäßig den Fokus wechseln

Um das Gleichgewicht zu finden, empfiehlt Molloy, den Fokus regelmäßig zu wechseln. „Es gibt ein gewisses Maß an Training, das euch hilft, stark zu werden. Es gibt einen Teil des Trainings, der euch hilft, schlanker zu werden (auch mit Ernährung und allem anderen). Und dann gibt es ein Maß, das euch hilft, Höchstleistungen zu erbringen“, sagt Molloy. Er rät dazu, sich jedes Jahr einige Monate auf unterschiedliche Ziele zu konzentrieren – sei es ein Wettkampftraining, das Erreichen eines schlankeren Körpers oder die Optimierung der allgemeinen Gesundheit.

Übertraining fordert seinen Tribut vom Körper

Ein intensives Training an den meisten Tagen kann ebenfalls schädlich sein. Molloy nennt das Beispiel eines CrossFit-Sportlers: „Wenn man drei, vier, fünf Stunden am Tag trainiert, wird man sehr fit, aber wir sollten diese Fitness nicht mit langfristiger Gesundheit verwechseln.“ Hochintensives Training kann oxidativen Stress verursachen, der zu Gewebeschäden und Krankheiten wie Krebs, Diabetes und Herzerkrankungen führen kann.

Praktische Tipps für ein ausgewogenes Training

Molloy empfiehlt, die Grundlagen für jedes Fitnessziel zu beachten: ausreichend Schlaf, eine proteinreiche Ernährung und der Verzehr von mikronährstoffreichen, minimal verarbeiteten Lebensmitteln. Darüber hinaus sollte man sich regelmäßig Zeit nehmen, um den Fokus zu wechseln und verschiedene Aspekte des Trainings zu priorisieren. So kann man langfristig gesund bleiben und gleichzeitig ästhetische und leistungsbezogene Ziele erreichen.

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