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SPD will noch mehr: „Auch Erbschafts- und Vermögensteuer“ Teil der großen Steuerreform

Saskia Esken und die SPD wollen die Einkommenssteuer reformieren
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Die SPD plant eine Steuerreform: höhere Steuern für Reiche, Entlastung für die Mitte. Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer und Krisenabgabe im Fokus.

Die Steuerpläne der SPD erhitzen derzeit die Gemüter. Der große Plan der Sozialdemokraten mit Blick auf die Bundestagswahl 2025 ist dabei, einen Großteil der Bevölkerung zu entlasten. Zahlen sollen das die Bessergestellten. Ob das überhaupt so wie gedacht funktioniert, sei einmal dahingestellt. Doch Fakt ist: Die Reichen sollen mehr zahlen, die Mitte soll entlastet werden.

Steuererhöhungen für die Reichen: Ein kontroverser Plan

Die SPD hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Reichen stärker zur Kasse zu bitten. Joachim Post, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, macht gegenüber dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland (RDN)“, keinen Hehl aus den Zielen seiner Partei: „Wir wollen die sehr Reichen in diesem Land stärker in die Verantwortung ziehen. Dazu zählt ein Anstieg der Einkommensteuer für die allerhöchsten Einkommen – ebenso wie eine gerechte Erbschaftssteuer, eine neue Vermögenssteuer und eine grundlegende Reform der Schuldenregel zum Wohle aktueller und zukünftiger Generationen.“ Eine klare Ansage, die vor allem die oberen 5 Prozent der Steuerzahler betrifft.

Krisenabgabe: Ein alter Bekannter kommt aus der Mottenkiste

Die Krisen der letzten Jahre haben Spuren hinterlassen. Die SPD hält an ihrem Vorhaben fest, eine einmalige Krisenabgabe von den Vermögendsten zu verlangen. Der Parteitagsbeschluss vom letzten Dezember ist nach wie vor aktuell. Saskia Esken, Co-Vorsitzende der SPD, betont, dass die Forderung nach einer Krisenabgabe weiterhin auf der Agenda steht. Ein klares Signal an alle, die in den letzten Jahren von der Krise profitiert haben.

Saskia Esken hat in einem Interview mit „RTL Direkt“ die Erhöhung des Spitzensteuersatzes ins Spiel gebracht und erinnert damit ganz bewusst an „ein bisschen Robin Hood“: „Wenn man da ein, zwei oder drei Prozent draufschlägt, da kommt da schon eine Summe zusammen. Den [Spitzensteuersatz] könnte man erhöhen. Auch die Reichensteuer könnte man anheben. […] Es sind die sehr hohen Einkommen, die wirklich einen höheren Beitrag leisten können und das ist notwendig.“ Ein Vorschlag, der bei vielen auf offene Ohren stößt, aber auch Kritik hervorruft.

Entlastung der Mitte: Ein Versprechen mit Fragezeichen

Während die Reichen mehr zahlen sollen, will die SPD die „arbeitende Mitte“ entlasten. Doch wie genau diese Entlastung aussehen soll, bleibt vorerst unklar. Esken verspricht, dass alles durchgerechnet und dann präsentiert wird. Ein Versprechen, das noch auf seine Einlösung wartet. Eine gerechtere Erbschaftssteuer könnte ein erster, wirklich guter Ansatzpunkt sein, doch es bleiben viele Fragezeichen.

Die SPD hat ambitionierte Pläne, die Reichen stärker in die Pflicht zu nehmen und die Mitte zu entlasten. Doch wie realistisch sind diese Vorhaben? Berechtigterweise bemängeln Kritiker, dass die Umsetzung solcher Steuerreformen oft an der politischen Realität scheitert. Die Frage bleibt, ob die SPD tatsächlich als moderner Robin Hood auftreten kann oder ob es bei wohlklingenden Ankündigungen bleibt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Pläne der SPD in die Tat umgesetzt werden oder ob sie lediglich als Wahlkampfgetöse verpuffen.

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