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SUVs: Klimakiller auf Rädern – Warum die Autoindustrie Profit über Umwelt stellt

SUVs: Klimakiller auf Rädern – Warum die Autoindustrie Profit über Umwelt stellt
picture alliance / ZB | Jan Woitas SUVs SUV
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Lesezeit3 Min · 576 Wörter

SUVs boomen, doch ihr hoher CO₂-Ausstoß belastet die Umwelt massiv. Warum setzt die Autoindustrie auf diese schweren Fahrzeuge? Und welche Lösungsansätze gibt es? Ein Blick hinter die Kulissen.

SUVs zählen nach wie vor zu den Lieblingen auf den Straßen. Doch was viele nicht wissen: Diese Fahrzeuge sind wahre Klimakiller. Die Autoindustrie scheint den Profit über den Umweltschutz zu stellen. Warum ist das so? Und welche Lösungsansätze gibt es? Ein tieferer Blick in die Welt der SUVs und ihre Auswirkungen auf die Umwelt.

SUVs und das Gewichtsdilemma

Seit Jahren steigt das Durchschnittsgewicht von Neuwagen stetig. 2023 lag es bei 1696 Kilo, 2014 waren es noch 1475 Kilo. Mit dem Gewicht steigen auch die CO₂-Emissionen der Autos. Doch warum werden Autos immer schwerer?

Sicherheitsaspekte und E-Autos

Sicherheitsaspekte spielen eine große Rolle. Crashtests sind anspruchsvoller geworden, und mehr Sicherheit bedeutet oft mehr Gewicht. Auch E-Autos tragen ihren Teil bei. Die Batterien wiegen oft 400 Kilogramm mehr als herkömmliche Antriebe. Doch der größte Faktor für den Anstieg des Durchschnittsgewichts ist die Fahrzeugklasse der SUVs.

Die SUV-Epidemie

SUVs, in den 90er-Jahren erfunden, erfreuen sich seit Jahren wachsender Beliebtheit. Rund 48 Prozent aller weltweit verkauften Autos waren im vergangenen Jahr SUVs. Das sind rund 20 Millionen Fahrzeuge. Verteidiger der SUVs argumentieren, dass viele dieser Fahrzeuge E-Autos sind. Tatsächlich waren 55 Prozent der verkauften SUVs im letzten Jahr elektrisch. Doch insgesamt sind bisher nur fünf Prozent aller SUVs elektrisch unterwegs.

CO₂-Emissionen und Umweltbelastung

Die schweren SUVs sind oft üppig motorisiert, was zu höheren CO₂-Emissionen führt. Laut der Internationalen Energieagentur sind SUVs allein im letzten Jahr für 20 Prozent des Wachstums bei CO₂-Emissionen verantwortlich. Weltweit stoßen SUVs mehr CO₂ aus als Japan, Deutschland oder Kanada. Die großen Fahrzeuge verbrauchen mehr Energie, sowohl im Betrieb als auch in der Herstellung. Die Umweltauswirkungen sind enorm, doch die Gewinne der Autokonzerne sind es auch.

Profit vor Ökologie

Die Profitmarge pro SUV liegt bei deutlich über zehn Prozent, während sie bei Kleinwagen nur zwei bis vier Prozent beträgt. Kein Wunder also, dass die Autoindustrie lieber SUVs produziert. Kleinere und leichtere Fahrzeuge, wie etwa der Citroën e-C3, der trotz mittelgroßer Batterie nur 1419 Kilo wiegt und eine gute Reichweite hat, sind selten. Die Margen sind zu gering, um in neue Technologien zu investieren.

Ressourcenverbrauch und E-Autos

Schwerere Autos bedeuten auch höheren Verbrauch an kritischen Ressourcen. Auch bei E-Autos ist das ein Problem. Größere Batterien sind nötig, um die Reichweite zu halten, und die Metalle und Mineralien in den Akkus treiben die CO₂-Bilanz weiter in den Keller.

Lösungsansätze und Maßnahmen

Eindämmungsmaßnahmen sind schwer umzusetzen, zumal die Nachfrage nach SUVs hoch ist. Paris und einige deutsche Städte versuchen es mit höheren Parkgebühren für SUVs. Frankreich denkt über eine Strafsteuer für SUVs nach. Doch solche Eingriffe in den Markt sind umstritten. Sicher ist nur, dass sich etwas ändern muss, um die CO₂-Ziele im Verkehrssektor nicht massiv zu verfehlen.

Die Zukunft der SUVs

SUVs sind ein zweischneidiges Schwert. Sie bieten Komfort und Sicherheit, belasten aber die Umwelt enorm. Die Autoindustrie setzt auf diese Fahrzeuge wegen der hohen Gewinnmargen. Doch wenn der Verkehrssektor seine CO₂-Ziele erreichen will, müssen Lösungen her. Kleinere und leichtere Fahrzeuge könnten ein Weg sein, doch dafür braucht es Investitionen und politische Maßnahmen. Die Zukunft des Autos muss grüner werden – und das schnell.

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