Trumps Panzer-Limousine „The Beast“: Was für ein Auto ist das überhaupt?
Es schützt den US-Präsidenten mit viel Hightech und einer dicken Panzerung und soll sogar Waffen an Bord haben: „The Beast“. Doch was ist über die tonnenschwere Limousine bekannt? Welche Fakten stimmen und welche sind bloß ein Mythos?
Ganz offiziell heißt das Fahrzeug, in dem der aktuelle US-Präsident Donald Trump chauffiert wird, Cadillac One. Besser bekannt ist es unter seinem Spitznamen „The Beast“, der wohl daher rührt, dass der Wagen selbst für amerikanische Verhältnisse ein echter Koloss auf vier Rädern ist.
Viele Mythen ranken sich um das Fahrzeug für den US-Präsidenten, was allein schon durch zahlreiche Filmauftritte befeuert wird. Doch was macht dieses Auto so besonders und warum ist es das sicherste der Welt?
Ein Bollwerk auf Rädern
Der Cadillac One ist mehr als nur ein Auto. Er ist sozusagen ein rollendes Fort Knox, entwickelt, um den mächtigsten Mann der Welt zu schützen. Mit einem Preis von rund 1,5 Millionen US-Dollar pro Fahrzeug – so heißt es in verschiedenen Medienberichten – und einem 15,8-Millionen-Dollar-Vertrag zwischen General Motors und dem Secret Service ist „The Beast“ ein Meisterwerk der Ingenieurskunst.
Die Idee eines gepanzerten Fahrzeugs, das den Präsidenten schützen soll, reicht bis in die 1960er Jahre zurück. Nach dem tödlichen Attentat auf John F. Kennedy im Jahr 1963 ließ der Secret Service eine Limousine entwickeln, die dank Panzerung stets für höchste Sicherheit sorgen sollte.
Im Lauf der Jahre hat sich die Technik dieses speziellen Wagens immer weiter entwickelt, bis hin zum aktuellen Modell, in dem Donald Trump 2018 erstmals Platz nahm.
Technisches Wunderwerk
Obwohl die genauen technischen Details streng geheim sind, sind einige Informationen durchgesickert. Das Fahrzeug wiegt zwischen acht und zehn Tonnen und hat eine Länge von etwa sieben Metern. Das Dach wurde auf Stehhöhe angehoben, um den Einstieg zu erleichtern, und die Sitze sind im Layout 2+3+2 angeordnet. Der Sitz des Präsidenten ist zusätzlich gepanzert und gefedert, um maximalen Schutz zu bieten.
Eine Festung gegen Gefahren
Die Panzerung von „The Beast“ ist so robust, dass sie selbst Angriffen mit Panzerfäusten widerstehen kann. Die Türen wiegen so viel wie die einer Boeing 747 und die Fenster halten einem Angriff mit Armeemunition stand. Für den Fall eines chemischen oder biologischen Angriffs verfügt das Fahrzeug über eine autarke Luftversorgung. Und falls es zu Verletzungen kommt, gibt es gekühlte Blutvorräte an Bord, die dem Bluttyp des Präsidenten entsprechen.

James Bond lässt grüßen
In puncto Gadgets steht „The Beast“ einem James-Bond-Gefährt in nichts nach. Es ist mit Nachtsichtgeräten, künstlichem Nebel zur Verwirrung von Verfolgern und Türgriffen ausgestattet, die Angreifer mit einem Elektroschock abwehren können. Sogar die Möglichkeit, eine Ölspur zu legen, um Verfolger abzuschütteln, ist angeblich vorhanden.
Der unverwüstliche Begleiter
Das Fahrzeug ist nicht nur sicher, sondern auch ein Meister der Tarnung und Täuschung. Die Reifen sind so konstruiert, dass sie selbst bei einem Platten noch kilometerweit fahren können. Geschwindigkeit ist allerdings nicht die Stärke des „Beast“: Es benötigt 15 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 km/h.
Doppelt hält besser
Es gibt mehr als nur ein „Beast“. In jedem Präsidentenkonvoi sind mindestens zwei identische Fahrzeuge mit identischen Kennzeichen vorhanden, um potenzielle Angreifer zu verwirren. Bei der Amtseinführung von Joe Biden im Jahr 2021 waren sogar sieben dieser beeindruckenden Fahrzeuge im Einsatz.
Mit fast jeder neuen Präsidentschaft wird „The Beast“ weiterentwickelt und mit neuen Technologien ausgestattet. Insgesamt gibt es schätzungsweise 16 bis 20 ältere Modelle, die noch im Einsatz sind.
Quelle: Autozeitung.de