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Trumps Plan geht nicht auf: DARUM kaufen Europäer kaum US-Autos

Donald Trump
Shutterstock / Chip Somodevilla Donald Trump
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Manche Wünsche bleiben einfach unerfüllt: Donald Trump möchte den Export von US-Autos nach Europa stärken. Doch das Interesse an amerikanischen Fahrzeugen ist hierzulande gering – aber warum?

US-amerikanische Autos sind auf europäischen Straßen ein seltener Anblick. Ein Cadillac Escalade oder ein Dodge RAM gehören zu den (im wörtlichen Sinne) großen Ausnahmen. Allein Tesla stellt eine bemerkenswerte Ausnahme dar, doch bleibt der Rest der amerikanischen Automobilindustrie weitgehend unbemerkt.

Donald Trump hat bereits mit hohen Zöllen auf europäische Autoimporte gedroht, da er unzufrieden darüber ist, dass Europäer nicht mehr amerikanische Fahrzeuge kaufen. Doch warum ist das so? Ein Blick auf die Straßen und Märkte Europas liefert einige Antworten.

Enge Straßen und hohe Spritpreise

Europäische Städte, insbesondere deren Zentren, sind bekannt für ihre engen, gepflasterten Straßen. Ein großes amerikanisches SUV oder ein Pick-up-Truck passen hier selten ins Bild. „Versuch‘ mal, in Italien in einem großen SUV herumzufahren. Ich habe es gemacht, es ist sehr schwer“, bemerkt der Autoindustrie-Experte Hampus Engellau, der für die schwedische Investmentbank Handelsbanken Capital Markets arbeitet, im Gespräch mit BBC.

Hinzu kommt, dass die Spritpreise in Europa deutlich höher sind als in den USA. „Sie [die Amerikaner] zahlen je Gallone, was wir je Liter zahlen“, erklärt Engellau. Eine Gallone entspricht 3,8 Litern – ein riesiger Preisunterschied an der Tankstelle.

Lokale Vorlieben und Konkurrenz

Ein weiterer Faktor ist die Vorliebe der Europäer für lokale Marken. Jose Asumendi von JP Morgan erklärt gegenüber BBC, dass in europäischen Ländern eine natürliche Neigung bestehe, heimische Marken zu bevorzugen. „Es besteht ein natürlicher Hang bei den Leuten, lokale ‚Champions‘ zu kaufen, besonders in Deutschland, Frankreich und Italien“, führt der Head of European Automotive Research aus.

Handelsungleichgewicht und Zölle

Trotz der schwierigen Bedingungen für amerikanische Autos in Europa haben europäische Marken in den USA Fuß gefasst – vielleicht auch wegen ihrer auf Sparsamkeit getrimmten Motoren. Im Jahr 2022 wurden 692.334 neue Autos aus der EU in die USA exportiert, während nur 116.207 US-Autos den umgekehrten Weg fanden.

Trump sieht hierin ein Ungleichgewicht, das durch unfaire Handelsregeln verursacht wird. Die EU erhebt 10 % Zölle auf US-Autoimporte, während die USA nur 2,5 % auf europäische Fahrzeuge verlangen. Er droht daher, den Import von BMW, Alfa Romeo, Mercedes und Co. durch Steuern deutlich zu verteuern. Durch den möglicherweise drohenden Rückgang an Verkäufen in die USA will Trump Europa dazu zwingen, die Bedingungen für den Import von amerikanischen Autos zu verbessern.

Strategien der Automobilhersteller

Höhere Zölle könnten europäische Marken wie BMW, Mercedes und Audi hart treffen. Sie haben begonnen, ihre größten Modelle in Nordamerika zu produzieren, um den US-Markt besser bedienen zu können. Gleichzeitig haben US-Hersteller wie Ford ihre Strategie in Europa überdacht. Nach Jahren der Verluste fokussiert sich Ford nun auf Elektro- und Nutzfahrzeuge. General Motors zog sich aus Europa zurück, indem es Opel/Vauxhall und Saab verkaufte oder schloss.

Zukunftsaussichten: Wohin geht die Reise?

Die Zukunft der US-Autos in Europa bleibt ungewiss. Während Tesla mit seinem Werk in Berlin einen Fuß in die Tür bekommen hat, bleibt der Markt für andere US-Hersteller schwierig. Der europäische Markt ist hart umkämpft, mit einem starken Aufgebot an oft preiswerten japanischen, südkoreanischen und zunehmend auch chinesischen Autos.

Ob Trumps Drohung, den Import von europäischen Autos in den USA teurer zu machen, helfen wird? Zwar ist Amerika ein wichtiger Absatzmarkt für die Hersteller, doch die meisten Wagen gehen nicht über den großen Teich, sondern werden in ihren Heimatländern verkauft. Allzu groß ist das Vertrauen in die Qualität der eigenen Hersteller – und allzu hoch sind die laufenden Betriebskosten für die zwar schönen, aber spritschluckenden Karossen aus den USA.

Quelle: BBC

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