gesundheit! · Ebba Busch

Update Dunkelflaute: Schweden gehen wegen Energiepreisen auf Habeck los

Robert Habeck
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Schweden ist fast fossilfrei. Energieministerin Busch kritisiert Deutschlands Energiepolitik. Hohe Strompreise und Abhängigkeit von Atomstrom rufen deutliche Kritik hervor.

Schweden hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und ist auf dem besten Weg, diese zu erreichen. Es will die erste fossilfreie Industrienation der Welt werden. Fast 100 Prozent des Stroms sind bereits frei von fossilen Brennstoffen.

Die Tatsache, dass Ebba Busch sowohl Vize-Regierungschefin als auch Energieministerin ist, unterstreicht die Bedeutung, die Schweden dem Thema beimisst. Die nahezu vollständige Abkehr von fossilen Brennstoffen ist ein Meilenstein, der viele Länder neidisch macht.

Kritik an Deutschland: Wetterabhängigkeit als Risiko

Busch hat kürzlich Deutschland für seine Energiepolitik kritisiert. Sie betont im „Bild“-Interview: „Es ist schwer für eine industrielle Wirtschaft, sich für ihren Wohlstand auf das Wohlwollen der Wettergötter zu verlassen.“ Die Abhängigkeit von Wind und Sonne sei eine Herausforderung, wie die jüngsten Ereignisse gezeigt hätten. In der Tat stieg der Börsenpreis für Strom in Deutschland auf fast 1.000 Euro pro Megawattstunde, als Wind und Sonne ausfielen.

Deutschlands Energiepolitik: Eine Frage der Physik

Busch bemerkt spitz: „Kein politischer Wille ist stark genug, um die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen – nicht einmal der von Herrn Habeck.“ Diese Aussage zielt direkt auf die Entscheidung Deutschlands ab, Kernkraftwerke frühzeitig abzuschalten. Eine Entscheidung, die laut Busch erhebliche Auswirkungen auf die Energiepreise in Nordeuropa hat.

Stromhandel in Europa: Schweden als Retter in der Not?

Während Deutschland betont, dass Schweden von deutschen Windkraftkapazitäten profitiert, sieht die Realität nämlich anders aus. Schweden ist neben Frankreich der größte Stromexporteur in der EU. Deutschland importierte 2024 das Siebenfache dessen, was es nach Schweden exportierte. Besonders im Dezember 2024 explodierte die Zahl der Importe und trieb die Preise europaweit in die Höhe.

Busch hebt deshalb die Bedeutung einer stabilen, fossilfreien Grundlast hervor. „Ohne eine stabile, fossilfreie Grundlast wie die Kernenergie haben Länder wie Deutschland während der Dunkelflaute erhebliche Auswirkungen auf Preise in Nordeuropa.“ Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, über erneuerbare Energien hinauszudenken und eine stabile Energieversorgung sicherzustellen.

Eine Lektion in Energiepolitik

Schweden zeigt, dass eine nahezu fossilfreie Stromerzeugung möglich ist. Doch die Kritik an Deutschlands Politik wirft Fragen auf. Ist die Abhängigkeit von Wetterbedingungen wirklich der richtige Weg? Und wie sieht die Zukunft der Kernenergie aus? Eines ist sicher: Die Diskussion über die richtige Energiepolitik in Europa ist noch lange nicht beendet.

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