Verkehrswende: Rollt DIESES Robotaxi bald durch deutsche Städte?
Der Traum von autonom fahrenden Autos – wann wird er zur Realität? Ein Hersteller aus Kroatien hat nun ein Robotaxi vorstellt, das einen ersten Vorgeschmack auf die Mobilität der Zukunft gibt.
Die Zukunft des Fahrens steht vor der Tür – und sie hat weder Lenkrad noch Gaspedal. Der kroatische Autohersteller Rimac hat mit „Verne“ ein Robotaxi vorgestellt, das autonomes Fahren auf Level 4 ermöglicht. Was das bedeutet und warum es die Mobilität revolutionieren könnte.
Ein neues Kapitel der Mobilität
Mate Rimac, der Gründer des gleichnamigen Unternehmens, hat Ende Juni 2024 das Robotaxi „Verne“ präsentiert. Ohne Lenkrad und Gaspedal ausgestattet zielt das Robotaxi darauf ab, die „beste Mobilitätserfahrung für Jedermann“ zu bieten, so der Auto-Entwickler.
Futuristisches Design und moderne Technologie
Schon das Äußere des „Verne“ macht klar: Hier kommt die Zukunft. Eine große, flache Frontscheibe, zwei Türen sowie zahlreiche Kameras und Lidar-Sensoren, die das Umfeld des Fahrzeugs scannen, prägen das Design. Im Inneren wartet die eigentliche Sensation: Autonomes Fahren auf Level 4. Das bedeutet, dass der Fahrgast sich zurücklehnen, Filme schauen oder sogar schlafen kann, während das Fahrzeug selbstständig durch den Verkehr navigiert.

Autonomes Fahren: Der Weg zur Realität
Autonomes Fahren ist kein neues Konzept, aber die Umsetzung musste bisher viele Hürden überwinden. Unfälle und technische Herausforderungen haben die Entwicklung gebremst. Doch nun scheint der Durchbruch nahe. Unternehmen wie die Google-Tochter Waymo und Tesla arbeiten intensiv daran, und auch Rimac setzt große Hoffnungen in die Technologie.
Kooperation mit Mobileye: Ein starkes Team
Rimac hat sich mit dem israelischen Software-Unternehmen Mobileye zusammengetan, um die Vision des autonomen Fahrens zu verwirklichen. Mobileye gilt als führend in der Entwicklung von KI für selbstfahrende Autos. Diese Partnerschaft soll sicherstellen, dass das „Verne“-Taxi sicher und zuverlässig durch den Verkehr steuert.
Start in elf Städten geplant
Das „Verne“-Taxi soll ab 2026 auf den Straßen zu sehen sein, wie „Rimac“ erklärt. Los geht es in Zagreb, wo das Fahrzeug bereits ausgiebig getestet wurde. Rimac hat Vereinbarungen mit elf Städten in der EU, Großbritannien und dem Nahen Osten getroffen und ist in Verhandlungen mit 30 weiteren. Deutschland und Großbritannien sollen dabei als erste folgen.
Komfort und Luxus im Robotaxi
Das Fahrerlebnis im „Verne“-Taxi soll einzigartig sein. Per App kann der Passagier das Fahrzeug bestellen und dabei Temperatur, Licht, Musik und sogar den Duft im Innenraum vorab einstellen. Die Türen öffnen sich automatisch, und im Inneren warten zwei großzügige Sitze, die mehr Platz bieten als in einem Rolls-Royce. Ein 43-Zoll-Bildschirm sorgt für Unterhaltung, und das Dachfenster ermöglicht einen Blick auf den Himmel oder die vorbeiziehende Landschaft.

Das „Mutterschiff“: Wartung und Pflege
Teil des Konzepts ist auch ein Betriebshof, das sogenannte „Mutterschiff“. Hier werden die Robotaxis täglich geladen, gereinigt und gewartet. Mit einer Reichweite von 240 Kilometern soll das elektrische Robotaxi auch bei Regen und nachts zuverlässig fahren.
Herausforderungen und Zukunftsaussichten
Die größte Herausforderung bleibt die Zulassung für den Betrieb. Derzeit sind in Deutschland nur Oberklasse-Autos von BMW und Mercedes mit Level-3-Funktionen zugelassen. Level 4 ist ein großer Schritt weiter. Doch Rimac hat bereits bewiesen, dass wohl durchdachte Pläne und Ausdauer zum Erfolg führen können. Mit Investoren wie Porsche und Softbank im Rücken könnte das „Verne“-Taxi tatsächlich die Mobilität revolutionieren.
Eine spannende Reise beginnt
Rimac hat mit „Verne“ ein ambitioniertes Projekt gestartet, das die Art und Weise, wie wir uns fortbewegen, grundlegend verändern könnte. Es bleibt abzuwarten, ob das Robotaxi die hohen Erwartungen erfüllen kann. Eines ist sicher: Die Reise hat gerade erst begonnen.