Von „Unicorn“ bis „Burn Rate“ – Das ist der Start-up-Slang des Jahres!
Entdecke die faszinierende Welt des Start-up-Slangs: Vom Pitch Deck über Sweat Equity bis zum Unicorn. Lerne die Begriffe kennen, die in der Gründerszene den Ton angeben.
Sprichst du Start-up? In der dynamischen Welt der Jungunternehmen gibt es eine Vielzahl an Begriffen, die oft wie eine eigene Sprache wirken. Du verstehst da nur Bahnhof? Keine Sorge, hier gibt es einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Begriffe, die in der Gründerszene kursieren. Egal, ob man selbst ein Start-up gründen möchte oder einfach nur neugierig ist – dieses ABC der Start-up-Sprache bringt Licht ins Dunkel.
Das Pitch Deck: Die Bühne der Start-ups
Ein Pitch Deck ist das Aushängeschild eines jeden Start-ups. Diese Präsentation besteht aus mehreren Folien und hat ein klares Ziel: Investoren, Business Angels und Wagniskapitalgeber von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Ein gutes Pitch Deck enthält alle wesentlichen Informationen wie Produktdetails, Marktanalysen, Alleinstellungsmerkmale und das Geschäftsmodell. Und das alles muss visuell ansprechend gestaltet sein, um das Interesse der potenziellen Geldgeber zu wecken.
Entrepreneur vs. Unternehmer: Ein feiner Unterschied
Der Begriff Entrepreneur stammt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie „etwas unternehmen“. Doch nicht jeder Unternehmer ist automatisch ein Entrepreneur. Ein Entrepreneur zeichnet sich dadurch aus, dass er sein Unternehmen mit einer innovativen Idee selbst aufgebaut hat oder ein bestehendes Konzept kreativ weiterentwickelt. Im Gegensatz dazu kann ein Unternehmer auch jemand sein, der ein bestehendes Unternehmen übernommen hat, ohne es maßgeblich zu verändern.
Sweat Equity: Schweiß statt Geld
Sweat Equity ist der unermüdliche Einsatz, den Gründer in ihr Start-up stecken. Lange Arbeitsstunden, persönliches Engagement und die Bereitschaft zur Selbstfinanzierung ohne Eigenkapital kennzeichnen diesen Begriff – es bedeutet eben, Blut und Schweiß in eine Aufgabe zu stecken. Sweat Equity ist ein wesentlicher Bestandteil einer engen Gründungsfinanzierung und zeigt, wie viel Herzblut in einem Start-up steckt.
Unicorns: Die seltenen Juwelen
Ein Unicorn ist ein Start-up, das vor einem Börsengang bereits mit über einer Milliarde US-Dollar bewertet wird. Diese Unternehmen sind selten und gelten als die Kronjuwelen der Start-up-Szene. Der Begriff „Unicorn“ wurde gewählt, weil solche Bewertungen außergewöhnlich und schwer zu erreichen sind. „Uber oder Airbnb galten beispielsweise als Unicorn. Doch auch in Deutschland gibt es diese seltenen Einhörner. Firmen wie About You und das Fintech Trade Republic gehören auch zu diesem elitären Kreis.
Business Angels: Die Schutzengel der Gründer
Business Angels sind erfahrene Investoren, die mit ihrem privaten Vermögen in Start-ups investieren. Sie bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch wertvolle Tipps und Kontakte. Für viele Start-ups sind Business Angels eine attraktive Alternative zu traditionellen Bankkrediten, da sie risikofreudiger sind und ein echtes Interesse an innovativen Projekten haben.
Growth Hacking: Der Turbo fürs Wachstum
Growth Hacking ist der Traum vieler Gründer: rasantes Wachstum durch datengetriebenes Marketing. Dieser Ansatz setzt auf präzise KPI-Definitionen und -Messungen, um das Wachstum zu beschleunigen. Die Idee dahinter ist, die Bedürfnisse der Zielgruppe genau zu kennen, was in der heutigen Social-Media-Welt immer wichtiger wird.
Weitere Begriffe im Überblick
- Burn Rate: Die Geschwindigkeit, mit der ein Unternehmen seine finanziellen Mittel verbraucht – sein Geld also „verbrennt“.
- MVP (Minimum Viable Product): Ein einfaches, aber funktionales Produkt, das entwickelt wird, um schnelles Feedback von Nutzern zu erhalten.
- Hustle: Der Hustle – beziehungsweise oft auch angeglichen als Verb hustlen – bedeutet, dass man schneller, härter, häufiger und smarter arbeitet als normalerweise und als sonst jemand – und sich somit „besonders ins Zeug legt“, was es auch im Englischen bedeuten kann.
- Coworking-Space: Ein gemeinschaftlich genutzter Büroraum, ideal für Start-ups und Freiberufler, um Ressourcen und Ideen zu teilen.
- Bootstrapping: Die Finanzierung eines Start-ups ausschließlich aus Eigenmitteln, ohne externe Investoren.