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Wenn Haute Cuisine auf Hollywood trifft, kann nur etwas Großes entstehen – oder ein grandioses Chaos

Wenn Haute Cuisine auf Hollywood trifft, kann nur etwas Großes entstehen – oder ein grandioses Chaos
Erschienen
Aktualisiert
Lesezeit5 Min · 1.024 Wörter

Willkommen bei Dinner Club, dem neuen kulinarischen Abenteuer auf Prime Video, das die besten Zutaten vereint: Prominente auf einer kulinarischen Weltreise, ein Menü mit mehreren Gängen, serviert von einem der besten Köche der Welt, und jede Menge Geschichten, die nicht nur durch den Magen gehen. 

Im Zentrum steht Andreas Caminada, der Meister am Herd und Gastgeber in der „kleinsten Stadt der Welt“. Mit seinem Drei-Sterne-Restaurant Schloss Schauenstein hat er nicht nur die Schweizer Gastronomielandschaft geprägt, sondern beweist nun auch, dass Spitzenküche und Entertainment perfekt harmonieren können. Ob Karoline Herfurth, Teddy Teclebrhan oder Moritz Bleibtreu – Caminada lockt die Stars nicht nur an den Tisch, sondern auch hinter den Herd. 

Was passiert, wenn sie ihre Reiseerlebnisse in eigene Kreationen verwandeln und dem Sternekoch servieren? Eine Show voller Geschmacksexplosionen, überraschender Momente und einer Prise Humor – Dinner Club ist mehr als eine Kochshow: Es ist ein Fest für alle Sinne. 

Die Serie startet am 3. Januar 2025.

Kulinarik mit Stars

Wie war es, Promis wie Teddy Teclebrhan oder Franka Potente in Ihrer Küche zu haben? Gab es eher Chaos oder kreative Höhenflüge? 

Wir haben auf den Reisen bereits vieles probiert und ich wollte die Wünsche und Ideen von ihnen einbinden. Am Schluss war es eine Freude, diese Ideen und Eindrücke mit ihnen am Dinner Club Tisch umzusetzen. Es machte auch Spass, sie herauszufordern und auch mal etwas unter Ruck zu setzen. 

Die kleinste Stadt der Welt:

Schloss Schauenstein liegt in der kleinsten Stadt der Welt. Wie oft verirren sich Gäste zu Ihnen, die eigentlich nur ein Café gesucht haben? 

Uns gibt es seit 21 Jahren in Fürstenau und bereits 2012 haben wir mit der Remisa, dem heutigen vegetarischen Restaurant Oz, versucht, Tagesgästen oder Spaziergängern ein Angebot zu bieten. Unterdessen haben wir seit 2018 unser Gasthaus, die Casa Caminada eröffnet, welche genau auf Gäste ausgerichtet ist, die einen Kaffee mit einem Stück Kuchen geniessen möchten oder sich ein Brot kaufen wollen. 

Viele Gänge

In der Sterneküche folgen viele Gänge aufeinander. Wie schafft man es, die Gäste bei so vielen Gerichten wach und glücklich zu halten? 

Die Menus kreieren einen Spannungsbogen. Ich mag einen Anfang, der säurebetont und würzig ist und somit die Geschmacksnerven weckt. Weiter muss die Gastkultur und die Atmosphäre stimmen. Die Energie muss fliessen, Gäste müssen sich unterhalten finden, die Architektur sollte stimulierend sein. Bei uns erleben Gäste das Apéro im Sommer beispielsweise auf der Terrasse, wechseln dann ins Restaurant und schliessen das Essen im Gemäldesaal im ersten Stock bei den Friandises ab. Durch dieses Erlebnis in verschiedenen Räumen kommt automatisch eine Dynamik auf.  

Kochkunst auf Reisen

Sie nehmen Promis mit auf kulinarische Weltreisen. Welches Land hat Sie bisher am meisten inspiriert – und welches Gericht hätten Sie am liebsten sofort in den Mülleimer geworfen? 

Ich hätte sicherlich keines in den Mülleimer geworfen. Auch vielleicht weniger ansprechende Gerichte warem am Ende cool und prägten die Reisen mit. Die Mole in Mexiko, welche wir mit der alten Damen mit circa hundert Zutaten auf dem offenen Feuer zubereitet haben, war wohl das inspirierendste Gerichte.

Promi-Skills

Wer der Dinner Club-Stars hat Sie beim Kochen positiv überrascht – und bei wem hätten Sie lieber den Feuerlöscher griffbereit gehabt? 

Alle waren Feuer und Flamme, die Welt kulinarisch zu bereisen und die Dinners gemeinsam umzusetzen. Moritz Bleibtreu ist unglaublich affin und Franka kocht zu Hause viel, das merkt man. Und auch Teddy weiss durch seine vegetarische Ernährung viel über Essen. Den Feuerlöscher musste ich tatsächlich bei niemandem bereithalten. 

Kochgeheimnisse

Was ist die größte kulinarische Sünde, die Sie je begangen haben, und warum hat es trotzdem funktioniert? 

Leider nichts, was dann tatsächlich auch funktioniert hat. Als Jugendlicher wollte ich den Endive belge Salat mit Orangen meiner Mutter nachmachen. Für das French Dressing habe ich anstelle zu Nature Joghurt zu Vanillejoghurt gegriffen – was geschmacklich natürlich eine Sünde war und überhaupt nicht funktioniert hat. 

Perfektionismus in der Küche

Drei Michelin-Sterne setzen die Messlatte hoch. Wie reagieren Sie, wenn ein Gericht mal nicht perfekt ist? Oder passiert das einfach nie?

Wir arbeitet immer auf ein Gericht hin. Im Kreierungsprozess kommen immer mal wieder Zweifel auf, man verändert etwas, nimmt eine Kompomente raus. Man ist selber grösster Kritiker und hat eine persönliche Geschichte mit dem Gericht und es gibt immer einen Grund, weshalb man ein Gericht macht. Wenn es aufs Menu kommt, sind wir sicher, dass es genau das ist, was wir aktuell zeigen wollen.  

Kulinarischer Druck

 Haben die Stars beim Dinner versucht, Sie zu beeindrucken, oder war es eher „Hauptsache, es schmeckt“? 

Alle haben sich extrem Mühe gegeben und ich hatte den Eindruck, dass sie es enorm gut machen wollen. Diesen Effort hat man am Ende auch gespürt. 

Schweizer Küche international

Welche Rolle spielt die helvetische Küche in der Serie, und haben Ihre Gäste den Klassiker „Rösti“ wirklich verstanden? 

Die Schweizer Küche spielt tatsächlich keine grosse Rolle in der Seire. Mit Karoline Herfurth bin ich durch die Schweiz geriest und habe ihr meine Heimat sowie das Schloss gezeigt. Ich konnte ihr zeigen, wie weltoffen die Schweiz ist und wie die Einflüsse aus anderen Kulturen unsere Kulinarik prägen. Wir besuchten einige Produzenten, von der traditionellen Molkerei bis hin zu Patrick Marxer, der eigene Sojasaucen herstellt und viel mit Fermentation arbeitet. 

Dinner-Traumgäste

Wenn Sie Ihren perfekten Dinner Club zusammenstellen könnten, welche drei Persönlichkeiten – lebendig oder historisch – würden Sie einladen, und warum? 

Nach reiflicher Überlegung muss ich tatsächlich sagen, dass der perfekte Dinner Club genau die sechs Gäste waren, mit welchen ich die Serie drehen durfte. Die Mischung aus Humor, Tiefgang, unterschiedlicher Herkunft und Persönlichkeit hats ausgemacht. Einzig hat noch ein Politiker gefehlt, aber dann wären die ein oder anderen Gespräche wohl fast ausgeartet. Meine Traumgäste wurden daher bereits Realität. 

Portrait Susie von den Stemmen

Susie von den Stemmen

Mit über 30 Jahren Erfahrung in den Medien hat Susie eine vielseitige Karriere als TV-Redakteurin, Print- und Online-Journalistin verbracht. Ihr Fokus liegt auf Kultur, Auto- und Lifestylethemen, in denen sie eine umfassende Expertise aufgebaut hat. Diese Tätigkeiten haben ihr die Möglichkeit eröffnet, faszinierende Orte zu bereisen und ein umfassendes Netzwerk im Bereich der Persönlichkeiten hinter den Marken und VIPs aufzubauen. Susies beruflicher Werdegang begann nach dem Studium der Kommunikationswissenschaften und Germanistik mit einer ersten Berufsstation beim Disney Club (ARD), gefolgt von Redaktionsarbeiten für Gottschalk Late Night (RTL) und Jay Leno (NBC Los Angeles). Sie hat zahlreiche Fernsehaufträge für verschiedene Sender durchgeführt, darunter die Produktion von TV Beiträgen, Leitung von Studioredaktionen und die Akquise von Neugeschäft. Nachdem sie mit ihrer Familie nach Hamburg gezogen ist, hat sie ihre Karriere im Printbereich gestartet, zunächst bei Park Avenue für Gruner & Jahr und später bei Gala und anderen renommierten Titeln. Als VIP-, Automobil- und Kultur-Beauftragte hat sie weiterhin die Welt bereist, ihr Netzwerk ausgebaut und ihre Leidenschaft für die Auto-, Reise- und Genussszene vertieft. Aktuell leitet sie das Office! von den Stemmen in Hamburg und München. Kunden waren und sind: Bild, Cosmopolitan, Travellers World, Ramp, Audi Magazin, Air Tours, Lufthansa Magazin, DB Magazin, Tagesspiegel, Myself, Zeit Online, Instyle Men und nun auch Business Punk. Neben ihrem Wohnsitz in Hamburg ist sie dank ihrer Porsche Rennlizenz weltweit im Einsatz, um fesselnde Geschichten rund um Automobilität, Kultur und Lifestyle zu generieren.