Work & Winning Danke FDP, wir wissen jetzt: Die ganze Welt ist eine Bühne

Danke FDP, wir wissen jetzt: Die ganze Welt ist eine Bühne

Die Überinszenierung von Politik ist eine Schwäche, der Politiker in dem Maße mehr verfallen, wie sich ihr ganzes Leben zum Stoff von Social-Media-Soaps entwickelt hat. Wird die Überinszenierung dann offensichtlich wie im Fall des „D-Day“-Papiers der FDP, sieht es eben nicht nach professionellem Tun, sondern nach Seifenoper aus. Und wer will schon offiziell einen Operettenstaat, auch wenn einem seine lustigen Seiten unterhalten?

Haken dran. Doch was nun, liebe FDP? Das Beste wäre, die Liberalen würden in einen Wahlkampfmodus finden, der dazu beiträgt, dass sie die Wählerinnen und Wähler als ernstzunehmende politische Alternative über die Fünf-Prozent-Hürde hieven. Ihre Stimme gegen Regulierung und Staatsbevormundung und für Selbstverantwortung und Freiheit wird unverändert gebraucht. Dummerweise sehen bloß die Protagonisten dieser liberalen Idee nach drei Jahren Ampel-Koalition auch ziemlich gebraucht aus. Sie verfangen sich in der Vergangenheitsbewältigung, anstatt sich ans Werk zu machen, und die nächsten vier Jahre in Angriff zu nehmen. Darin liegt gerade das wahre Problem der FDP.

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