Fünf Dinge, die gegen eine Quarterlife Crisis helfen

Man ist Mitte Zwanzig, das Studium oder die Ausbildung ist in der Tasche – und plötzlich sind sie da: die großen Sinnfragen des Lebens und mit ihnen auch die Quarterlife Crisis. Zu hohe Erwartungen an den Job und das Leben können uns schneller als wir glauben in eine Sinnkrise katapultieren.

Laut einer LinkedIn-Studie von Ende Februar hatten 67 Prozent der jungen Arbeitnehmer bereits eine Quarterlife Crisis. Krisenauslöser Nummer Eins: die Frage nach der richtigen Berufswahl, dicht gefolgt von den Zweifeln, ob man denn überhaupt die richtigen Qualifikationen für seinen Traumjob vorweisen kann oder ob der Bildungsabschluss allgemein für die eigenen Ziele im (Berufs-)Leben reicht.

Eine Sinnkrise kann also schneller präsent sein als uns lieb ist. Hier kommen deshalb fünf Tipps zur Überwindung – ein wenig cheesy, aber vielleicht genau das, was man in so einer Situation braucht.

1. Krise akzeptieren

Du hast keine Ahnung, wie es nach dem Studium, der ersten Kündigung oder der Selbstfindungsphase in einem indischen Ashram weitergeht? Don’t panic! Der erste Schritt aus der Krise ist sie zu akzeptieren. Also finde dich mit deiner Identitätsfrage ab, dann kannst du auch gezielter an ihr arbeiten. Lass dich nicht stressen. Wie heißt es so schön: Kommt Zeit, kommt Rat. Jede Krise hat auch ein Ende. Laut der LinkedIn Studie hält die Quarterlife Crisis maximal ein Jahr.

2. Ansprüche runterschrauben

Der Druck ist hoch, genauso wie die Erwartungen. Man will schnellstmöglich auf eigenen Beinen stehen und eine steile Karriere hinlegen. Wozu hat man denn sonst studiert oder haufenweise Fortbildungen gemacht? Ja, die Welt steht einem offen – das wird sich so schnell aber auch nicht ändern. Auch wenn es pathetisch klingt: Mitten in der Krise ist es sinnvoll, sich zunächst Ziele zu setzen, die man auch erreichen kann. Die eigenen Ansprüche runterschrauben ist angesagt. Strebe nicht gleich die Position des Top Managers an, sondern überlege dir, was du konkret in kleinen Schritten tun kannst, um deinem Traumjob näher zu kommen.

3. Machen, nicht grübeln

„Wer bin ich?“, „Wo will ich hin?“ und „Was ist mir wichtig im Leben?“ – Das sind klassische Fragen, die man sich in den Mittzwanzigern stellt. Manchmal befindet man sich plötzlich mitten in einem Identitätsschlamassel, aus Angst vor Veränderung. Der perfekt durchgetimte Karriereplan, den man sich mit Anfang Zwanzig für sein restliches Leben ausgemalt hat, passt nicht mehr. Eine neue persönliche Ära beginnt, doch hat man keinen Plan wie sie aussehen soll. Grundlegender Tipp: Einfach anfangen. Ewiges Grübeln bringt nichts. Helfen können da ein Praktikum in einer völlig neuen Branche, ein Sabbatical oder man gründet einfach gleich sein eigenes Startup (macht doch heute jeder). Wie auch immer die Entscheidung ausfällt: Bloß keine Angst vor Fuckups haben. Oft hilft es nämlich auch herauszufinden, was man im Leben nicht möchte. Keine Entscheidung muss endgültig sein.

4. Auf sich selbst fokussieren

Auch wenn heutzutage viel Wert auf Individualität gelegt wird, scheint das beim Erreichen der eigenen Berufswünsche nicht der Fall zu sein. Ehemalige Kommilitonen stehen bereits ganz oben auf der Karriereleiter – schlimmer noch: sie haben bereits Familienpläne, während man selbst noch im 15. Fachsemester hängt, mittelmäßige bis katastrophale Tinderdates hat und regelmäßig mit Pizza vor Netflix versackt. Auch so eine Phase ist okay! Jeder hat andere Bedürfnisse und Vorstellungen. Vergleiche dich also nicht mit anderen. Auch wenn du Dank Social Media bestens über das Leben deiner Freunde und Influencer Bescheid weißt – das sind alles nur scheinbare Optionen. Konzentriere dich auf dich selbst.

5. Einfach mal darüber reden

Das ist wohl der einfachste Tipp überhaupt: Sprich mit Gleichgesinnten über deine Quarterlife Crisis und hole dir Rat. Sind die Dinge erst mal ausgesprochen, sind sie nicht nur aus dem Kopf, sondern verlieren auch noch an Macht. Ohnehin schadet es nie Learnings aus den Erfahrungen anderer zu ziehen.


Nicole Plich

Nicole studiert den Klassiker „Irgendwas mit Medien” und hat noch den idealistischen Anspruch mit Wörtern die Welt zu bewegen. Wenn sie im Internet mal nicht nach lustigen Donald Trump-Memes sucht oder Fantheorien zu Game of Thrones liest, interessiert sie sich für Popkultur, Wirtschaft und was im Bundestag so vor sich geht.

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