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Zeitumstellung abschaffen? Wirtschafts-Experte stellt klare Forderung

Zeitumstellung
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Die Zeitumstellung sorgt für hitzige Debatten. Von Energieeinsparungen bis zu Biorhythmus-Störungen – was steckt wirklich dahinter? Experten haben dazu eine klare Meinung.

Zweimal im Jahr stellen Millionen von Menschen in Europa ihre Uhren um. Doch warum eigentlich? Die Zeitumstellung hat ihre Wurzeln in der Idee, Energie zu sparen. Doch während einige die Sommerzeit lieben, weil es abends länger hell ist, klagen andere über den Mini-Jetlag, der mit jeder Umstellung einhergeht. Die Fronten sind verhärtet, und die Diskussionen endlos. Aber was steckt wirklich dahinter?

Die große Zeitzonenfrage

Mitteleuropa erstreckt sich von Polen bis nach Spanien, und diese geografische Ausdehnung bringt Herausforderungen mit sich. In Spanien wird es im Winter spät hell, während in Polen die Sonne früh untergeht. Diese Unterschiede sorgen für unterschiedliche Interessen in der Debatte um die Zeitumstellung. Schon Ende des 19. Jahrhunderts einigten sich viele europäische Länder auf eine gemeinsame Zeit, doch die Diskussionen über die optimale Zeitzone sind bis heute nicht verstummt.

Energieeinsparung: Ein Mythos?

Die ursprüngliche Idee der Zeitumstellung war es, Energie zu sparen. In den 1970er-Jahren, als die Umstellung wieder eingeführt wurde, glaubte man, dass weniger künstliches Licht in Fabriken und Büros benötigt würde. Doch im Laufe der Jahre hat sich dieser Vorteil als gering herausgestellt.

Wirtschafts-Professor Korbinian von Blanckenburg von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe hat laut „t3n“ berechnet, dass eine permanente Sommerzeit in Deutschland nur etwa 1,3 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs einsparen würde – das sind umgerechnet ungefähr zwölf Euro pro Jahr für eine Familie mit drei Kindern.

Eine neue Lösung?

Blanckenburg schlägt laut „t3n“ vor, dass eine Anpassung der Zeitzonen helfen könnte. Spanien könnte beispielsweise zur Greenwich Mean Time (GMT) wechseln, während Länder östlich von Deutschland eine Stunde vorgehen könnten. Diese Lösung würde den Ländern ermöglichen, eine für sie optimale Zeit zu wählen. Digitale Technologien könnten helfen, die unterschiedlichen Zeitangaben zu koordinieren, sodass internationale Zusammenarbeit reibungslos funktioniert.

Die EU und die Zeitumstellung

2018 schlug die EU-Kommission vor, die Zeitumstellung abzuschaffen. Eine Umfrage zeigte, dass 84 Prozent der Befragten dafür waren, wobei die Mehrheit die Sommerzeit bevorzugte. Doch trotz dieser klaren Meinung kam es bisher zu keiner Einigung. Die Corona-Pandemie und andere dringende Themen trugen dazu bei, dass die Diskussion in den Hintergrund rückte. Bis eine endgültige Entscheidung getroffen wird, bleibt die Zeitumstellung ein fester Bestandteil des europäischen Lebens.

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