So stellten sich die Menschen vor hundert Jahren die Zukunft vor

Es ist eine Frage, die sich die Menschheit gefühlt permanent stellt: Wie sieht die Zukunft in den nächsten hundert Jahren aus? Besonders in der Filmbranche ist das ein beliebtes Thema, spielen Filme wie „Zurück in die Zukunft“ oder der Serienhit „Black Mirror“ mit den Gedanken, wie technische Innovationen das gesellschaftliche Leben verändern.

Und so sollte das Leben im Jahr 2018 aussehen, zumindest nach den Visionen aus 1918 von John Elfreth Watkins, Kurator des United States National Museums und Jean-Marc Côté, einem französischer Künstler: Der öffentliche Verkehr wird auf den Luftraum ausgelegt und auf das Meer. Wale und gigantische Seepferdchen werden zu Transportmitteln, wilde Tiere auf dem Land sind dafür so gut wie ausgestorben, Fliegen und Mücken wurden ausgerottet und die Buchstaben C, X und Q aus dem Alphabet verbannt. Diese Visionen treffen nicht wirklich auf das heutige Leben zu, mit anderen lagen die Beiden aber vor 100 Jahren überraschend richtig.

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©Jean-Marc Côté/Wikimedia Commons

Im „The Ladies’ Home Journal“ schrieb John Elfreth Watkins in seinem Artikel zum Beispiel, dass kaum jemand mehr selbst kochen wird. Stattdessen werden Fertiggerichte gekauft, die über Luftdruck angetriebene Tunnel oder selbstfahrende Wagen nach Hause geliefert werden. Noch bestellen wir unser Essen zwar beim Lieferservice, doch stellte Toyota jüngst einen autonomen E-Shuttle vor. Vielleicht ist das also schon bald keine Zukunftsmusik mehr.

Und auch im Bereich der Kommunikation hat Watkins mit seinen Vorhersehungen ins Schwarze getroffen. Fotos werden über jegliche Entfernung hinweg telegrafisch übermittelt und kurz darauf in Zeitungen veröffentlicht, jeder auf der Welt wird ein schnurloses Telefon besitzen und auch hier spielt Distanz keine Rolle mehr. Vor allem aber würden wir nur noch via Videocall telefonieren.

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©Jean-Marc Côté

Jean-Marc Côté ging davon aus, dass uns insbesondere Roboter den Alltag erleichtern werden. Egal, ob im Haushalt oder in der Landwirtschaft: die Menschen in der Zukunft würden nur noch auf Knöpfe drücken, um die Maschinen zu starten. Ganz so weit ist es noch nicht, doch nehmen Staubsaugerroboter im Haushalt uns schon mal eine Sache ab und mehr ist im kommen.

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©Jean-Marc Côté

Diese Vorstellung gilt insbesondere für Autos. Schon 1918 sollten Fahrzeuge, die man selber steuern muss der Vergangenheit angehören. „Gesteuert wird das Auto von einem kleinen Steuerboard, das man auf dem Schoß hat“, hieß es vor 100 Jahren im Scientific American. Klingt fast so, als würde man sein Auto mit dem iPad oder Smartphone lenken. Die Technologie des autonomen Fahrens, die gerade ihren Durchbruch hat, kommt dem doch ziemlich nahe.

Und heute? Wie sehen wir unsere Gesellschaft in 100 Jahren? Kommunikation läuft über Hologramm, bewohnt werden andere Planeten und die Unterwasserwelt. Auch könnten wir unter der Erde leben und in Super-Hochhäusern. Außerdem werden Autos fliegen können – was schon die Menschheit übrigens seit 1918 erwartet.

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