Stabilo setzt in neuer Kampagne Frauen hinter historischen Leistungen in Szene

Kennt ihr Katherine Johnson? Solltet ihr, denn ohne sie wäre die Mondlandung etwas anders verlaufen. Warum? Die Mathematikerin hat die Flugbahnen der Apollo-11-Mission entscheidend mitberechnet. Leider sind die USA der 60er-Jahre nicht bekannt dafür, Frauen afroamerikanischer Abstammung für ihre Leistungen zu würdigen. Die Geschichte ihres Beitrags zur Mondlandung ist also nicht sehr oft erzählt worden. Das übernimmt nun unter anderem das Textmarker-Unternehmen Stabilo im Rahmen der von DDB umgesetzten Marketingkampagne „Highlight the Remarkable“.

Zusammen mit zwei anderen Frauen, die von der Geschichtsschreibung gerne mal links liegen gelassen werden, wurde Johnson für die Print-Ads auf alten Schwarz-Weiß-Fotos mit dem typischen Leuchtstift-Gelb markiert und so gehighlightet. So auch First Lady Edith Wilson, die anderthalb Jahre lang die präsidialen Amtsgeschäfte ihres Mannes Woodrow führte, weil der einen Schlaganfall erlitten hatte. Schließlich Lise Meitner, Kernphysikerin aus Österreich, die als erste die Kernspaltung erklärte. Den Chemie-Nobelpreis für die „Entdeckung der Spaltung schwerer Atomkerne“ hat 1944 jedoch alleinig Otto Hahn erhalten.

Die smarte Kampagnenführung um das Trendthema Gleichberechtigung musste Stabilo übrigens auch erst lernen: vor ein paar Jahren noch vermarktete das Unternehmen mit der „sexy und intelligenten“ „Neon“-Produktlinie speziell feminine Stifte. Für dieses Gender Marketing ist Stabilo dann im Netz auch ordentlich gescholten worden.

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