Leadership & Karriere Sechs Lektionen von Mymuesli wie es Foodstartups ins Supermarktregal schaffen

Sechs Lektionen von Mymuesli wie es Foodstartups ins Supermarktregal schaffen

Philipp Kraiss und Max Wittrock, die 2007 gemeinsam mit Hubertus Bessau Mymuesli gründeten, erklären wie man es als Foodstartup mit seinem Produkt ins Supermarktregal schafft. Und da bleibt.

1. Stürz Dich selbst ins Vergnügen

Vertriebsagenturen sind auf den ersten Blick praktisch und machen oft einen guten Job. Aber Leidenschaft für dein Produkt bringst du gerade am Anfang selbst am besten rüber. Deshalb sind wir mit Mymuesli zunächst selbst losgegangen, obwohl wir uns anfangs nicht so gut in der Handelslandschaft auskannten. Fragen stellen kann man immer!

2. Preise sind wie Tattoos und gehen nie wieder weg

Erstelle von Anfang an eine gute Kostenkalkulation. Deine Preisgestaltung sollte realistisch sein und eine ausreichende Marge für deine Handelspartner und dich bieten – schließlich musst du davon leben. Mache keine Kampfpreise, die du später nicht halten kannst.

3. 100 Prozent verlässlich und lieferfähig sein

Du solltest Zusagen zur Lieferfähigkeit nur geben, wenn du sie wirklich einhalten kannst. Ist die gefragteste Müslisorte plötzlich nicht vorrätig, enttäuschst du deine Partner. Also, trotz aller Euphorie, dass ein Händler dein Produkt bundesweit listen will: Kläre vorher intern die Machbarkeit und die Kapazitäten ab. Im Zweifel lieber defensiv.

4. Du brauchst ein Team, das deine Produkte liebt

Natürlich will man als Gründer so viele Erfahrungen wie möglich selbst sammeln. Aber wenn dein Startup wächst, musst du lernen abzugeben. Hol dir Leute ins Boot, die dein Produkt lieben, die deine Philosophie und Werte teilen. Das ist einer unserer wichtigsten Grundsätze – vor allem im Vertrieb und Außendienst.

5. Ab in den Supermarkt und ans Regal

Vergiss nie die Basis und die einzelnen Märkte. Dort sind die Menschen, die jeden Tag dein Produkt anfassen, es im Regal aufstellen und am Ende verkaufen. Sie sollten genauso viel Spaß an deinem Produkt haben wie eure Käufer. Hilf ihnen, dein Produkt kennenzulernen und zu verstehen. Und vergiss nicht: Sie machen den Job vermutlich länger als du und wissen, wie Handel funktioniert. Einfach mal zuhören!

6. Bleib aufregend und innovativ

Nichts ist langweiliger, als immer die gleichen Produkte zu sehen – egal ob sie von dir oder von Wettbewerbern kommen. Sei also selbstkritisch und bereit, neue Dinge auszuprobieren. Man sagt: Handel ist Wandel. Da ist tatsächlich viel Wahres dran.

Der Artikel stammt aus der Ausgabe 01/2017 der Business Punk. Titelgeschichte: “Mister Snapchat.“ Mehr Infos gibt es hier.

 

 

Das könnte dich auch interessieren

Chef erfährt über TikTok von Bewerbungs-Fail seiner Mitarbeiterin Leadership & Karriere
Chef erfährt über TikTok von Bewerbungs-Fail seiner Mitarbeiterin
OMR-Festival: So bereitest du dich auf zwei Tage Rockstar-Feeling vor Leadership & Karriere
OMR-Festival: So bereitest du dich auf zwei Tage Rockstar-Feeling vor
„The Economist“: Wie ein 179 Jahre altes Magazin zum Social-Media-Champion wird Leadership & Karriere
„The Economist“: Wie ein 179 Jahre altes Magazin zum Social-Media-Champion wird