Die Flamme am Lodern halten: Wie man seine Mitarbeiter vor dem Burnout bewahrt

Burnout ist eine ernste Angelegenheit: Überspannt man den Bogen, kann es das Leben eines Erkrankten nachhaltig beeinflussen, teilweise über Jahre hinweg. Von Lustlosigkeit bis hin zu körperlichen Beschwerden – die Symptome von Burnout-Erkrankungen sind vielseitig.

Burnout im eigenen Team verhindern

Doch sind es nicht nur Manager, die anfällig für ein Burnout sind: Pfleger, Krankenschwestern, Sportler gehören genau so zur Risikogruppe wie Kreative, Gastronomen oder Hotelangestellte. Sich selbst Grenzen zu setzen und auf sein Wohlergehen zu achten ist allerdings nur die halbe Miete – auch Arbeitgeber sind in der Verantwortung, ihre Mitarbeiter vor dem mentalen Ausbrennen zu schützen. Doch worauf sollte man Wert legen?

Gemeinsame Ziele setzen

Ein erheblicher Frust-Level entsteht durch unklare Ziele: Wohin steuert das Team? Ab wann ist die erledigte Arbeit gut? Welche Meilensteine gilt es zu erreichen? Wenn das Schiff ohne klaren Kurs schippert, verliert man schnell den Überblick – und das Team dreht sich im Kreis. Klare Ziele, sowohl große als auch kleine Meilensteine zu definieren, schafft Klarheit und wirkt sich positiv auf Motivation und Engagement aus.

Motivation schaffen

Wir alle haben viel zu tun. Vor allem als Vorgesetzter ist die Zahl der Aufgaben schier unendlich und den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung für sich. Dass man sich aber nicht in seinen Elfenbein zurückzieht und sich Zeit für die eigenen Mitarbeiter nimmt, ist elementar. Ohne Motivation ist der Job nur eine Last, die die Rechnungen zahlt – nicht mehr.

Wertschätzung zeigen

Wo wir schon mal bei Motivation sind: Es gibt wahrscheinlich keinen Menschen in diesem Kosmos, der sich nicht über Wertschätzung freut. Damit ist kein Kompliment für die neuen Schuhe gemeint: Das Team für gute Arbeit zu wertschätzen ist mindestens genau so wichtig, wie konstruktive Kritik auszuüben. Wir alle fühlen uns besser, wenn man unsere Leistung und die Zeit, die wir in Dinge stecken, wertschätzt. Das auch an sein Team weiterzugeben, kann Berge versetzen.

Verantwortung teilen

Vor allem einfache Angestellte neigen zum Burnout. Stressige und belastende Arbeit ohne jegliche Verantwortung (neudeutsch: Ownership) sorgt schnell für Frust und Resignation. Nimmt man Mitarbeiter allerdings auch in die Verantwortung und überträgt Kompetenzen und Entscheidungsbefugnis, verkürzt das nicht nur Abstimmungswege, sondern stärkt auch noch das Selbstbewusstsein und die Zugehörigkeit der Mitarbeiter.

Team-Building fördern

Büro als einziger Treffpunkt? Fatal. Toll, wenn man sich von Eintönigkeit nicht gestört fühlt, aber in der Regel freut man sich auch im Berufsalltag über Abwechslung. Das Team außerhalb der üblichen vier Wände zu versammeln und und Interaktion abseits des üblichen Alltags zu schaffen, lässt das Team enger zusammenrücken – vor allem menschlich. Gemeinsam mit dem Kanu schippern, Kletterwand oder einfach nur ein gemütliches Team Retreat abseits der Großstadt? Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt.

Benefits

Gehalt ist viel, aber nicht alles. Wenn sich Angestellte ganze 40 Stunden in der Woche (manchmal auch länger) im Büro aufhalten, sollte die Arbeitsatmosphäre passen. Es ist klar, dass man ein Google oder Facebook mit riesigen Kantinen und Schlafkajüten nicht problemlos imitieren kann. Doch Bilder aufzuhängen, Pflanzen zu kaufen, den Kühlschrank mit Snacks und Getränken zu füllen sind schon mal ein guter Anfang. Das Wohlbefinden des Teams macht sich bezahlt.

Mitarbeitern ein „Must Have“ zusichern

Der Sohn hat Donnerstagnachmittag Fußballtraining oder der Stammfriseur hat nur bis 17 Uhr auf? Mitarbeiter sollten die Freiheit haben, sich die Zeit für wichtige Dinge rauszunehmen. Der eigene Betrieb wird nicht untergehen, wenn eine Mitarbeiterin Dienstags mal eine Stunde früher geht oder ein anderes Teammitglied Freitag etwas später zur Arbeit erscheint. Auf den Freiraum für ein „Must Have“ schwört übrigens auch Marissa Mayer.

Gesunde Konkurrenz schaffen

Teams gegeneinander antreten lassen oder mit Incentives zu locken, kann ebenso konstruktiv sein: Unter den Kolleginnen und Kollegen eine Competition auszurufen, ist weitaus mehr, als nur ein „Mitarbeiter des Monats“-Foto an die Wand zu hängen. Das kann spielerische Elemente beinhalten oder aber ein tolles Dinner am Ende des Monats sein. Auch hier macht sich Wertschätzung bezahlt.


Business Punk Redaktion

Hier schreibt die Business-Punk-Redaktion. Mal er, mal sie, mal gar keiner. Ach und kauft unser Heft! Danke.

Zum Autor

Das können wir Dir auch empfehlen