Gut zu wissen: Nach diesen Kriterien sucht Google seine Mitarbeiter aus

Google zählt zu den beliebtesten Arbeitgebern weltweit. Kostenloses Essen, Massagen für die Mitarbeiter, gutausgebildete Kollegen aus der ganzen Welt sind nur einige Gründe, warum Jahr für Jahr Unmengen an Bewerbungen beim Tech-Giganten eingehen. Wer sich gegen die vielen Mitbewerber durchsetzen möchte, sollte daher ein ungefähres Bild davon haben, nach welchen Kriterien zukünftige Mitarbeiter ausgesucht werden. Wie das World Economic Forum und andere Quellen berichteten, spielen dabei für Google folgende Punkte eine wichtige Rolle:

#Stelle nur Leute ein, die besser sind als du

Google möchte die besten Leute. Und deshalb wird viel Zeit darin investiert, jene Kandidaten ausfindig zu machen, die nicht nur den Stellenanforderungen entsprechen, sondern diese auch übertreffen. Dieses strenge Auswahlraster bedeutet bedeutet zwar mehr Aufwand, im Endeffekt aber auch ein besseres Outcome für das Unternehmen.

#Nutze das Netzwerk deiner Kollegen

Headhunter? Personalagenturen? Bei Google spart man sich die Dienste Dritter. In der Regel verlässt man sich hierbei auf das Netzwerk der eigenen Mitarbeiter. Google-Manager durchforsten daher gerne den eigenen Schwarm an Friends und Followern bei LinkedIn oder auch Google-Plus. Stellenanzeigen führen nämlich häufig zu Standard-Bewerbungen mit viel Floskeln, aber nur wenig Aussagekraft.

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Großraumbüro bei Google.

#Integriere deine Kollegen in das Auswahlverfahren

Bei Google sollen auch diejenigen ein Wort mitreden können, die später mit dem Bewerber in einem Team arbeiten werden. Die Anwesenheit bereits gestandener Googler soll auch mehr Objektivität bei der Beurteilung der Kandidaten gewährleisten. Genauso wichtig ist dabei, sich Notizen vom ersten Eindruck zu machen. Später sollen diese Notizen dann mit dem Status quo überprüft werden: Hat der neue Mitarbeiter die Erwartungen erfüllt? Inwiefern ist die Einstellung aus heutiger Sicht gerechtfertigt gewesen?

#Achte auf Führungsqualitäten anstatt auf Uni-Noten

Wie der Personalchef Laszlo Bock in früheren Interviews mitteilte, achtet man bei Google weniger auf die Durchschnittsnote eines abgeschlossenen Studiums, sondern eher darauf, ob der Bewerber beispielsweise Führungseigenschaften besitzt. Dabei geht es weniger um das klassische Chef-Sein, vielmehr sollen zukünftige Mitarbeiter in der Lage sein, Führungsrollen temporär, je nach Situation und Projekt ausüben zu können. Andersherum sollen sich Mitarbeiter, wenn es die Situation verlangt, wieder aus dieser Führungsposition zurückziehen können.

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Googler bei der Arbeit.

#Zu viel Berufserfahrung kann ein Nachteil sein

Erfahrungen fließen in unsere alltäglichen Entscheidungen mit ein und können diese positiv beeinflussen. Wenn es um Berufserfahrungen geht, ist Google jedoch der Ansicht, dass diese eher hinderlich sein können, wenn wir Herausforderungen immer nach einer bewährten Methode angehen. Das verhindert wiederum neue Ansätze und Lösungsstrategien. Bewerber ohne jegliche Erfahrungen haben daher nicht automatisch einen Nachteil. Ihre naive und unorthodoxe Art, Probleme anzupacken, könnte im Auswahlverfahren ein entscheidender Vorteil sein.

 


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