PR-Bruchlandung: Zehn Werbeslogans, die nach hinten losgingen

Werbung ist nicht jedermanns Sache. Das Händchen für aktuelle, relevante Themen und die dazugehörige Tonalität ist bei Unternehmern nicht per se ausgeprägt. Aber warum auch – immerhin gibt es für die professionelle Vermarktung Kreativ- und Werbeagenturen.

Auch BMW hat erfahrene Partner an der Seite, unter anderem: Jung von Matt und Serviceplan. Umso erstaunlicher ist es, wie am Wochenende in der gedruckten „Süddeutschen Zeitung“ eine Werbeanzeige den Leser grüßte, die jetzt für breites Erstaunen – und Empörung – sorgt. In der Anzeige bewirbt der Autobauer aus Bayern sein neues 8er-Modell mit dem Slogan: „Gebaut, um den Atem zu rauben.“

Jeder, der auch nur halbwegs in den letzten Monaten die Nachrichten verfolgte, sollte eigentlich wissen: Die deutsche Autoindustrie hat aktuell nicht das beste Image. Der Abgasskandal hat die gesamte Branche in Mitleidenschaft gezogen. Und überhaupt: Feinstaub, Dieselfahrverbote, Umweltverschmutzung – mit all diesen Problemen müssen sich die Autobauer auseinandersetzen. Da erscheint es fast schon zynisch, wenn BMW mit dem Faktor „Raubt Ihnen den Atem“ kommt. Am Ende will es natürlich niemand gewesen sein.

BMW könnte sich damit trösten, dass auch andere Unternehmen mit ihrem Auftritt und Slogan nicht immer richtig lagen. Aber ein Verweis ist dann doch entscheidend: Diese Unternehmen hatten weitaus weniger Marketing-Budget zur Verfügung.

Werbefails to the Max.


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