Leadership & Karriere Watchlist 2018: Zehn Macher aus dem Bereich Media & Entertainment

Watchlist 2018: Zehn Macher aus dem Bereich Media & Entertainment

Wer wird uns künftig die Welt erklären? Die folgenden zehn Gründer und Macher könnten dazugehören oder zumindest erklären, wer dafür in Zukunft in Frage kommt. Sie sind Teil unserer Watchlist 2018. Heute stellen wir euch unser Ranking aus der Kategorie „Media & Entertainment“ vor. Mit dabei unter anderem: David Fischer von Highsnobiety, Daniel Rosemann von Pro Sieben und Melisa Karakus von Renk.

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#10 Rayk Anders, Youtuber und Polit-Journalist

„Armes Deutschland“ nannte der Berliner seinen Youtube-Kanal 2013. Dem Motto ist er treu geblieben, unter anderem mit einer ZDF-Doku über Verschwörungstheoretiker, dem Buch „Eure Dummheit kotzt mich an“ und der Funk-Rubrik „Headlinez“. Dort startet 2018 Anders’ zweites Infotainment-Format. Und auch sein Kampf gegen die Dummheit geht weiter. Seit er 2016 Wahlmann bei der Bundespräsidenten-Kür war, drängt er in die Politik: „Spätestens 2040: Rayk Anders, Bundespräsident, die Kampagne steht.“

Media Source: Jens Oellermann
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#9 Melisa Karakus, Renk

Aus dem Spagat zwischen zwei Kulturen ein erfolgreiches Produkt aufbauen? Die 28-Jährige schuf mit dem in ihrer Agentur „Büro Farbe“ produzierten deutsch-türkischen Kunst- und Kulturmagazin „Renk“ eine Plattform für das Lebensgefühl all jener, die sich im interkulturellen Zwist jeglichen Klischees und Vorurteilen entziehen. Als Herzensprojekt entstanden, bekam „Renk“ Preise und brachte Karakus ein Treffen mit dem damaligen Bundespräsidenten Gauck ein. Ausgabe zwei ist gerade erschienen und wird sicher nicht die letzte sein.

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#8 Jonathan Skudlik, The Esports Company

Für Eltern Zeitverschwendung, für ihre Kinder Spaß, für den 25-jährigen Münchner ein gutes Geschäft: Mit Kunden wie der Fifa organisiert Skudlik E-Sport-Turniere mit mehreren Millionen Zuschauern. Dass es mittlerweile um mehr als einen Nischensport geht, machen seine Ziele deutlich – Esports-Company-COO Skudlik will elektronische Wettkämpfe in Deutschland endlich als Massenunterhaltung etablieren. Helfen soll dabei eine wöchentliche Live-E-Sports-Show.

Media Source: Jonathan Skudlik - Spielmannsbilder
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#7 Wana Limar, Moderatorin und Video-Creator

„Breitgebaut, braungebrannt, 100 Kilo Hantelbank“ – so präsentiert sich Wana Limar aka Werner auf Instagram ihren rund 36.000 Followern. Ihre selbstironischen Posts führen vor, wie Deutsche sich schminken, dazu unterhaltsame Kommentare zu den Red-Carpet-Events, über die die 27-Jährige flaniert. Abseits der Insta-Storys setzt sie sich bei Visions for Children für Kinder von Geflüchteten ein. Außerdem ist sie Schirmherrin bei den Media Residents, einem Hub und Coworking-Space für geflüchtete Medienmacher in Berlin. Dort gibt sie Workshops für Journalisten im Exil und hilft ihnen, Kontakte in die deutsche Medienszene zu knüpfen. „Eine politische Haltung zu beziehen, sich sozial zu engagieren“, sagt Limar, „gehört für mich genauso zu einem guten Stil wie Mode und Beauty.“

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#6 Markos Kern, Kern Innovation

Wenn der Begriff nicht schon so unendlich abgenudelt wäre, man müsste ihn für den 34-Jährigen eigens ins Wörterbuch der Gegenwart pinseln: Renaissance Man! Denn Kern betreibt von München aus gleich eine Palette an Unternehmen und Projekten, die dem durchschnittlichen Inno- Beauftragten den Gallenwert auf Maximum Neid schießen lässt. So verkauft er derzeit mit Interactive Squash weltweit einen digitalen Squash-Court, und hat mit der App Ulyss einen Travel-Service in der Hand, der mittels KI dem Nutzer das perfekte Reiseziel vorschlagen soll. Für das kommende Jahr plant Kern näher an der Heimat: „Creative Space“ – Coworking mitten im Englischen Garten: „Kein Inkubator, 20 Prozent der Fläche werden für umsonst rausgegeben an junge Leute, die nichtviel Geld, aber viele Ideen haben.“

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#5 Pia Frey, Opinary

Die 29-Jährige verschafft Medienmarken mehr Einblick in ihre Leserschaft. User können beim Lesen von Artikeln Fragen mittels Stimmungsbarometer beantworten und ihre Meinung mit der anderer vergleichen. Vor vier Jahren mit dürftigem Produkt und vernichtendem Feedback gestartet, kooperiert das Startup mittlerweile mit vielen deutschen Großverlagen. Nun streben Frey, ihr Bruder und der dritte Co-Founder mit ihrem Produkt in die USA, während sie es in Deutschland in den nächsten Monaten in Richtung Profitabilität bringen wollen.

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#4 Etienne Gardé, Rocket Beans TV

Acht Jahre lang hatten Gardé und seine Kumpels eine Gaming-Sendung fürs Fernsehen produziert, als die einfach dichtgemacht wurde. „Wir hatten den Braten aber gerochen und haben in nur zwei Wochen unseren eigenen Sender gestartet.“ Zwei Jahre später ist RBTV auf Erfolgskurs: 2018 kommt ein Relaunch der Website, und die Transformation zur digitalen Plattform soll weitergehen, Fokus: Lineare Formate, um live in Kontakt mit den Usern zu treten. „Wir wollen vor allem, was Interaktivität angeht, ordentlich upleveln“, sagt Gardé.

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#3 Daniel Rosemann, Pro Sieben

Er wäre heute Arzt, doch dann kam ein Praktikum bei RTL dazwischen, Ziel: Wartesemester überbrücken. Jetzt ist Rosemann Senderchef bei
Pro Sieben, und das mit unter 40. „Ich liebe große Shows, bunte Bilder“, sagt Rosemann. Doch die Quoten des Senders waren schon mal deutlich besser. Daher setzt er in der Post-Raab-Ära auf Innovation – und Joko und Klaas und Steffen Henssler. „Wenn im deutschen Fernsehen etwas Neues passieren soll, dann muss es bei Pro Sieben passieren“, sagt Rosemann. 2018 muss er liefern.

Media Source: ProSiebenSat.1 TVD
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#2 Alessio Avellan Borgmeyer, Jodel

Die Idee entstand im Auslandssemester: Ein soziales Netzwerk, mit dem man sich ohne Account mit Freunden verbinden kann. Das Konzept floppte, doch Avellan Borgmeyer blieb dran. Heraus kam Jodel, die an Unis in aller Welt anzutreffende, hyperlokale, anonyme Messaging-App. Im Juni sammelte der 27-Jährige 6 Mio. Dollar ein, Geld, um Jodel zu verbessern und den Imagewechsel hinzukriegen. Weniger witzig-witzig, mehr Plattform zum Leutetreffen und Aktivitätenplanen.

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#1 David Fischer, Highsnobiety

Nein, mit Pulli, Sneakern und Hornbrille sieht Fischer nicht gerade aus wie der Kopf eines digitalen Medienimperiums, das international erfolgreich ist und mit namhaften US-Plattformen konkurriert. Jenseits des Atlantiks sitzen auch die meisten Leser seines Onlinemagazins „Highsnobiety“ – kaum eine andere europäische Medienmarke kann von sich behaupten, in den USA auch nur ansatzweise eine nennenswerte Rolle zu spielen. Anfangs war sein Modeblog nur ein Hobby, heute beschäftigt der 33-Jährige weltweit 80 Angestellte. Nach dem Start in Berlin folgten weitere Büros in London, New York und Hongkong. L.A. ist in Planung, ebenso ein großes Corporate- Publishing-Buchprojekt zusammen mit unterschiedlichen Marken und der Ausbau des Eventgeschäfts.

Hier geht´s zur Gesamtübersicht mit allen Rankings.

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