Grundeinkommen – Kanada bricht Experiment abrupt ab

Experimente mit einem Grundeinkommen gab es mittlerweile schon so einige. Feldversuche unterschiedlicher Art haben zum Beispiel Finnland und Namibia unternommen. In der kanadischen Provinz Ontario wurde ein Experiment dazu nun abrupt beendet. Hintergrund ist, dass die liberale Regierung, die das Projekt initiiert hatte, abgewählt und von einer konservativen Regierung ersetzt wurde. Und die empfand das Projekt als Geldverschwendung.

Grundeinkommen light

Das kanadische Experiment drehte sich zwar um ein Grundeinkommen, jedoch nicht um das viel beschworene Bedingungslose. Denn nur Bürger mit weniger als 34.000 kanadischen Dollar Jahreseinkommen (etwa 22.000 Euro) kamen für das Experiment in Frage. Einzelpersonen erhielten etwa 17.000 Dollar pro Jahr, Familien bis zu 24.000 Dollar. Problematisch ist der abrupte Abbruch des Versuchs, weil die Menschen bereits mit dem Geld geplant hatten.


Mittlerweile gibt es etliche Varianten des Grundeinkommens, von vollkommen bedingungslos bis hin zu einer Art Grundsicherung, und ebenso viele Ideen zur Finanzierung. Größtes Problem bei der Umsetzung ist, dass niemand so richtig weiß, wie sich ein landesweit eingeführtes Grundeinkommen auswirken würde. Wer würde noch arbeiten und in welchen Berufen? Wäre es wirklich finanzierbar? Ist es wirklich eine Antwort auf die Probleme unserer Gesellschaft oder ist es nur ein Wunschtraum notorischer Faulenzer?


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