Solche Lümmel: Georgische Firma bringt Putin-Kondome heraus

Klar, viele Russen lieben ihren „lupenreinen Demokraten“, aber wollen sie Wladimir Putin wirklich mit ins Bett nehmen? Menschen rund um die georgischen Städte Tbilisi und Batumi können das jetzt tun, denn eine georgische Kondomfirma hat Lümmeltüten mit dem Konterfei des russischen Präsidenten herausgebracht. Weder eine Liebeserklärung, noch ein Vorschlag, Putin zum Botschafter für Safer Sex zu machen. Die Aktion von Aaisa Condoms hat einen ernsten Hintergrund: den zehnten Jahrestag des russisch-georgischen Krieges von 2008. Mit einem QR-Code unter der Kondomverpackung verweist die Herstellerfirma auf den Wikipedia-Artikel zum hierzulande als Kaukasuskrieg bekannten Konflikt.

Zu Beginn des Krieges hatte zunächst Georgien versucht, die abtrünnige, international nicht annerkannte Republik Südossestien wieder unter ihre Kontrolle zu bringen. Russland jedoch sah sowohl Südossestien als auch die ebenfalls nicht anerkannte Republik Abchasien als ihr Einflussgebiet. Als Reaktion auf die georgische Offensive rückten russische Truppen sogar ins Kerngebiet Georgiens vor.

Von wegen Väterchen Russland

Dabei wurden 850 Menschen getötet, 130.000 Menschen flohen. Russland, das schon seit der Sowjet-Zeit nicht allzu beliebt in dem kleinen Kaukasus-Staat war, konnte sein Standing bei den Georgiern mit dieser Aktion sicher nicht verbessern. Dementsprechend unbeliebt ist auch Präsident Putin, der schon damals den Einmarsch in Georgien zu verantworten hatte.

Also Kondome? Ja, denn „every dick needs protection“, will zumindest der Slogan für die Kampagne wissen. Stimmt ja, in gewisser Weise.

Ob Putin von der Kondom-Aktion weiß ist unklar, auf die Beziehungen der Länder dürfte der Werbegag wohl kaum Auswirkungen haben.


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