Diese Korallen sind aus Keramik und kommen aus dem 3D-Drucker

Die Ozeane der Welt haben mit Problemen zu kämpfen: Plastikmüll und Korallensterben. Gründe für Letzteres sind unter anderem höhere Wassertemperaturen durch den Klimawandel und Übersäuerung – oder auch der ein oder andere Schnorchler, der seine Finger nicht von den Riffen lassen kann. Zeit, den Korallen die Möglichkeit zu geben, sich neu anzusiedeln.

Alex Goad aus Australien hat sich zur Aufgabe gemacht, dieses Problem zu lösen. Mit einem 3D-Drucker. Wenn man schon Häuser, Essen und Organe aus dem Drucker entspringen lassen kann, dann wieso nicht auch künstliche korallenartige Skulpturen? Deswegen gründete der Unternehmer Reef Design Labs, um die Rekonstruktion der Riffe zu erforschen.

Und so funktioniert’s

Die Teile, die aus dem Drucker kommen, sind aus Keramik. Taucher bringen die einzelnen Komponenten auf den Meeresgrund und stecken sie dort zusammen. Dadurch können die künstlichen Konstruktionen möglichst naturgetreu nachgebaut werden. Damit sich Larven auch tatsächlich dort ansiedeln, ähnelt auch die Struktur der Keramik-Teile möglichst realen Korallen. Somit ist Keramik geeigneter als Stahl. Als Hilfestart transplantieren die Taucher auch wenige Korallen an. Bei den Malediven sind solche Modelle seit August zu finden.

Alex Goads Ansatz ist nicht der Erste, dem Korallensterben entgegenzuwirken. Immer wieder siedeln Forscher Larven in andere Riffe um. Auch grundgereinigte, und von Restöl befreite Schiffswracks sollen zum neuen Zuhause der Korallen werden, um die Bleiche stoppen.


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