Productivity & New Work Trump-Pressesprecherin teilt vermutlich manipuliertes Video

Trump-Pressesprecherin teilt vermutlich manipuliertes Video

Eigentlich hat der CNN-Journalist Jim Acosta nur seinen Job gemacht: Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus zu den Ergebnissen der Midterm-Wahlen stellte er Donald Trump mehrere Fragen – und blieb hartnäckig. Nun ja, jetzt ist der Präsident nicht gerade für seinen freundlichen Umgang mit Medien bekannt. Als er genug von Acostas Fragerei hatte, teilte er gegen ihn aus: „Sie sind eine furchtbare, unverschämte Person. Sie sollten nicht für CNN arbeiten.“ Und nicht nur das: Trump entzog dem Journalisten auch noch zusätzlich seine Akkreditierung.

Während der ganzen Situation zwischen Trump und Acosta, versucht eine Praktikantin Acosta das Mikrofon wegzunehmen. Diese Szene geht jetzt durch die Medien, denn: Pressesprecherin Sarah Sanders soll auf Twitter ein vermutlich manipuliertes Video der Szene hochgeladen haben, wie mehrere Medien berichten.

Mit der Videosequenz wirft Sanders dem Journalisten Acosta vor, er habe an der Praktikant Hand angelegt. Es sei ein Beweis für sein „unangemessenes“ Verhalten. Durch den Post versuche das Weiße Haus, die Akkreditierung des CNN-Journalisten zu rechtfertigen. Tom Richell, Leiter der Videoredaktion vom Independent, hat das Video nach eigenen Angaben mit den Originalaufnahmen des Senders C-Span verglichen. Ihm zu Folge soll die Sequenz mit der Armbewegung Acostas, die von Sanders als handgreiflich erachtet wird, beschleunigt worden sein, wie die FAZ berichtet. Dadurch solle die Bewegung „härter“ aussehen. Tom Richell zeigt das Ganze in einem Tweet:

Die Washington Post veröffentlichte einen Vergleich beider Videos. Ob es sich nun um bewusste Manipulation handelt oder eine technische Störung, bleibt bis dato offen. Das Beispiel zeigt aber, welche Macht (manipulierte) Bilder haben und wie sie zu politischen Zwecken missbraucht werden können.

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