Vergesst Beltracchi, Kunstfälschen geht jetzt auch mit 3-D-Druckern

Wie ineffizient doch Wolfgang Beltracchi gearbeitet hat, um sich mit seinen Kunstfälschungen Millionen zu ergaunern. Ja, selbst malen musste er all die Bilder im Stil von Max Ernst oder Heinrich Campendonk, die er dann auf den internationalen Kunstmarkt schleuste. Wäre er mal lieber später geboren worden, um sich an der 3-D-Druck-Technologie zu bedienen. Das haben nun Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) getan, die mit Hilfe von KI Ölgemälde gefälscht haben. Oder sollte man eher kopieren sagen, denn was sie tun, geben sie ja – im Gegensatz zu Beltracchi – zu.

Denn nicht um persönliche Bereicherung und die Täuschung von Galleristen und Experten geht es dem MIT, sondern darum, Museen auf der ganzen Welt theoretisch die Möglichkeit zu geben, große Werke ausstellen zu können, selbst wenn die Werke gestohlen oder ausgeliehen wurden. Denn täuschend echt sehen die gedruckten Bilder anscheinend sehr wohl aus – und das bei den unterschiedlichsten Lichtverhältnissen. Der Clou: Color-Contoning, eine ebenfalls am MIT entwickelte Technik, bei der während des Druckens mehrere Farbschichten übereinander gelegt werden, die das Licht in unterschiedlicher Intensität durchscheinen lassen.

 


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