Neunjähriger bringt Gesetz zu Fall: Schneeballwerfen jetzt erlaubt

Es besteht die nicht geringe Chance, dass der neunjährige Dane Best aus der Gemeinde Severance in Colorado, USA, nicht politikverdrossen wird. Denn wie wenige in seinem Alter durfte er schon erfahren, dass Demokratie Teilhabe bedeutet, die theoretisch jedem zusteht. Als er nämlich bei einer Klassenfahrt zum Gemeinderat erstens von dem hundert Jahre alten Verbot erfuhr, Schneebälle zu werfen und zweitens davon, dass auch Kinder eine Stimme haben, zählte er beides zusammen und beschloss, das Gesetz ändern zu wollen.

Also initiierte er vor dem Gemeinderat eine Gesetzesänderung, sprach vor und argumentierte: „Jeder in Severance sollte in der Lage sein, eine Schneeballschlacht zu haben, wie überall auf der Welt.“ Denn Kinder bräuchten Anlässe, um draußen zu spielen. Der Gemeinderat ließ sich überzeugen und nahm den Änderungsantrag einstimmig an. Nur fair eigentlich, dass er selbst und sein Bruder dann auch als erste einen Schneeball werfen durften. Weil aber noch kein Schnee lag kam der aus dem Gefrierschrank. Macht ja nix.

Dass das Werfen von Schneebällen in Severance jemals geahndet wurde, ist übrigens nicht dokumentiert.


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