Leadership & Karriere Watchlist 2019: Diese Food-and-Lifestyle-Entrepreneure stellen die Branche auf den Kopf

Watchlist 2019: Diese Food-and-Lifestyle-Entrepreneure stellen die Branche auf den Kopf

Aus der Nische auf den Massenmarkt: Clevere Entrepreneure haben verstanden, wie man die Menschen satt, gesund und zufrieden macht. Deswegen sind sie Teil unserer Watchlist 2019, auf der wir 100 Menschen vorstellen, von denen wir glauben, dass sie das nächste Jahr maßgeblich mitgestalten werden. Hier stellen wir die Personen vor, die 2019 in der Branche rund um „Food & Lifestyle“ wichtig werden. Mit dabei unter anderem Sebastian Stricker, der mit Share zeigen will, dass soziale Verantwortung die Wirtschaftlichkeit verbessert.

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#10 Sebastian Joy, Pro Veg International

Noch vor wenigen Jahren galten Veganer als Spinner – vorbei, vorbei. Tierfreie Ernährung ist gut für den Körper und für den Planeten sowieso. Außerdem entwickelt sich hier gerade ein absolutes Boombusiness. Im November hat der Verband unter Pro-Veg-Geschäftsführer Joy daher einen Inkubator mit 16-wöchigem Programm und vegetarisch-veganem Coworking-Space ins Leben gerufen. Im März 2019 findet zudem die erste New Food Conference in Berlin statt.

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#9 Beat Blaser, Falkensteiner Ventures

Tourismus ist eine Boombranche, die Zeichen stehen auf Wachstum. Aber auch auf Veränderung. Für Blaser, früher Managing Director von Thomas Cook International, der perfekte Zeitpunkt, gemeinsam mit Großhotelier Erich Falkensteiner einen Accelerator mit Seed-Finanzierungen von bis zu 500 000 Euro aufzuziehen. Fokus: innovative Konzepte, digital und traditionell, aber auch Urlaub für die alternde Gesellschaft.

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#8 Eva Hoefer, Kptn Cook

Klassische Situation am Abend: Bock, zu kochen, aber keinen Bock auf Einkaufsstress. Dafür gibt es die App von Kptn Cook, die Rezeptideen und Onlineshopping zusammenführt. Im Sommer hat Miele ordentlich investiert, 2019 werden die Features noch enger verzahnt, sagt Gründerin Hoefer: „Im Fokus stehen die native Einbindung der Händler sowie Hilfe bei der Rezeptwahl, beim Einkauf und beim Kochen.“

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#7 Janis Marquardt, Orda

Speisekarte, Bestellung und Bezahlung, alles in einer App integriert, das ist die Idee, mit der Orda Wartezeiten auf den Lunch in der Mittagspause eliminieren will. Die Kette Dean & David nutzt die App der Münchner bereits in ausgesuchten Filialen, 2019 soll sie deutschlandweit ausgerollt werden, sagt Co-Gründer Marquardt. Das ist nur der Anfang: „Langfristig möchten wir das digitale Restaurant der Zukunft konzeptionieren.“

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#6 Guy Galonska, Infarm

Als Infarm vor ein paar Jahren startete, galten Galonska und seine Mitstreiter mit ihren vertikalen Regalgärten als ambitioniert und als Gimmick für Hipsterbistros. Jetzt aber machen die Berliner Ernst: „Allein in Deutschland werden 1000 Instore-Farmen ausgerollt“, erzählt Galonska. „Wir expandieren aktuell in Europa, arbeiten mit großen Supermarktketten zusammen, und 2019 gehen wir Nordamerika an.“

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#5 Yara Jentzsch Dib, Xouxou

Die Legende von Xouxou geht so: Gründerin Jentzsch Dib war Mutter geworden, verlegte ständig ihr Smartphone und bastelte sich darum eine Makramee-Kordel, um sich das Handy umhängen zu können. Das Ding ging viral, und aus der Idee wurde eine Firma. Nun arbeiten Jentzsch Dib und Inhaber Richard Kirschstein daran, kein One-Hit-Wonder zu bleiben. 2019 kommen Ersatzkordeln und weitere neue Produkte.

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#4 Mazen Rizk, Mushlabs

Je weniger Menschen Fleisch essen wollen, desto größer ist der Markt für jede Art von Ersatz: saubere und gesunde Proteine, für die keine Tiere sterben müssen. Mazen Rizk hat sich an der TU Hamburg mit allerlei Enzymen befasst und eine besondere Quelle gefunden: das Wurzelwerk von Pilzen. Bis Fleisch aus der Petrischale marktreif ist, schätzt Rizk, wird es noch dauern. Das Pilz-Fleisch von Mushlabs soll schon im Sommer 2019 in den Läden liegen.

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#3 Eike Kieras, Kitchentown

Food-Startups, die erfolgreich eine Marktlücke besetzen, haben schnell ein Problem: Die Küche wird zu eng, um die Nachfrage zu bedienen, für eine Großküche fehlt das Kapital. Der US-Inkubator Kitchentown hat die Lösung: skalierbare Gastroarbeitsflächen, quasi Wework als Küche. Nun kommt ein vom Kekskonzern Bahlsen finanzierter Ableger nach Deutschland. Wann? Co-Gründer Kieras ist optimistisch: „Die Berliner Niederlassung eröffnet im Frühjahr 2019.“

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#2 Moritz Kreppel, Urban Sports Club

Sport-Flatrates, wie sie der Urban Sports Club anbietet, sind mit ihrer Mischung aus Vielfalt und Flexibilität längst im Markt angekommen – das Potenzial ist aber noch lange nicht ausgeschöpft. Gerade haben sich Moritz Kreppel und Benjamin Roth eine achtstellige Finanzierung gesichert, nächste Stationen: Expansion in Frankreich, Markteintritt in Italien.

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#1 Sebastian Stricker, Share

Kann Flüssigseife die Welt besser machen? Ein Müsliriegel? Eine Plastikflasche mit Wasser? Noch vor Kurzem hätten viele Zyniker den Versuch bloß müde belächelt. Seit Sebastian Stricker mit seinem Startup Share allerdings Wasser, Riegel und Seife bei Rewe und DM in die Regale gebracht hat, erscheint das Vorhaben gar nicht mehr naiv, sondern vollkommen überzeugend – wirtschaftlich wie menschlich.
Die Idee ist simpel: Für jedes Produkt, das Kunden von Share erwerben, versorgt die Firma einen Menschen in Not mit einem vergleichbaren Produkt. Über 1,5 Millionen Essensrationen, mehr als 4,4 Millionen Tage Trinkwasser und über 380.000 Seifen hat Share gemeinsam mit Hilfsprogrammen der UN und der Welthungerhilfe bereits in Indien, Bangladesch und Myanmar, in Kenia und Liberia verteilt. Und das ist nur ein Teil von Strickers Mission. „Unser Ziel ist es, ein beispielhaftes Sozialunternehmen zu bauen, das zeigt, dass soziale Verantwortung zumindest mittelfristig die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens verbessert“, sagt er. Und das bedeutet zum Beispiel auch, dass das Wasser von Share in Flaschen aus zu 100 Prozent recyceltem Plastik ausgeliefert wird, die zudem energieeffizient hergestellt wurden. 2018 sei ein turbulentes Jahr gewesen, sagt Stricker, 2019 wolle man die Firma nun stabilisieren. „Außerdem werden wir versuchen, neue Produkte auf den Markt zu bringen – wir interessieren uns gerade sehr für Bildung und Bekleidung.“ Aber damit der aktuelle Erfolg von Share auch von Dauer sein kann, muss Stricker noch ein Problem in den Griff kriegen: „Ich habe das Gefühl, dass wir einen sinnvollen Beitrag leisten können, aber wir müssen lernen, wie wir nachhaltig mit unseren eigenen Ressourcen umgehen.“

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Das Ranking stammt aus unserer aktuellen Ausgabe. Darin stellen wir 100 Gründer, Macher und Kreative vor, von denen wir 2019 Großes erwarten. Auf dem Cover: Aya Jaff. Die 23-Jährige ist Deutschlands bekannteste Programmiererin. Weitere Themen im Heft: NSFW, ein Sexklub für die Generation Instagram. Außerdem: Dan Palami. Der philippinische Unternehmer will die Fußball-Nationalmannschaft des Landes an die Spitze der Fifa-Tabelle führen – und viele weitere Geschichten. Mehr Infos gibt es hier.

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