Fünf Tipps von Female Leaders für die zukünftige Generation

Es ist wieder soweit: Wie jedes Jahr versammelt das weltweit größte Wirtschaftsmagazin Forbes die erfolgreichsten junge Pioniere aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in ihrer „30 under 30“ Liste. Seit 2017 treffen hier Starköche auf VC-Investoren, Opernsänger auf Startup-Gründerinnen und Forscher auf Olympiasiegerinnen. Was sie alle verbindet: Sie verändern mit ihrem Tun die Welt und disrupten gängige Branchen. Eva Arh ist auch eine davon. Wir haben ihr – und vier anderen Powerfrauen drei Fragen gestellt.

Eva Arh (capital300)

Welchen Rat möchtest du anderen (zukünftigen) Female Leaders mitgeben?

Meiner Meinung nach ist es wichtig, nicht zwischen Geschlechtern zu unterscheiden. Letztendlich kommt es darauf an, dass man mit Leidenschaft bei der Sache ist, andere mitreißen kann und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten hat.

Wer ist dein Vorbild als Leader?

Die weiblichen Führungskräfte in unseren Portfolio-Unternehmen.

Wie ist deine Meinung zum aktuellen Status von Frauen in der Technologie-Branche?

Wir wissen alle, dass Frauen im Tech-Bereich unterrepräsentiert sind und dass sich dies nicht allzu schnell ändert. Immerhin arbeiten immer mehr Frauen in der Tech-Branche in nicht tech-bezogenen Berufen, das ist ein guter Anfang. Es ist wichtig, dass aktuelle und zukünftige Führungskräfte ein inklusives Arbeitsumfeld sicherstellen, so dass Frauen nicht nur für kurze Zeit in das Unternehmen kommen, sondern auch längerfristig dort bleiben.

Melanie Mohr (WOM Protocol & YEAY)

Welchen Rat willst du anderen (zukünftige) Female Leaders mitgeben?

Mein Rat an andere Frauen ist, hinauszugehen und einander zu unterstützen und nicht darüber zu sprechen, wie schwierig es als Frau in der Geschäftswelt ist, sondern den Dialog darüber aufrecht zu halten im Geschäft zu sein. Ich bin absolut der Meinung, dass Frauen zusammenkommen sollten, um einander Kraft zu geben und ein unterstützendes Netzwerk zu bieten. Aber das können wir tun, indem wir Wissen und Strategien austauschen, und nicht Energie und Zeit auf die Anstrengungen oder Schwierigkeiten zu verschwenden.

Um etwas für junge Frauen zu ändern, müssen wir anfangen, ihnen zu zuhören. Ich bin eine große Befürworterin der heutigen Teenager aller Geschlechter und Herkünfte. Was ich bei Generation Z feststelle ist, dass sie Wissen haben, das meiner Generation fehlt, und Themen  wie Geschlechtergleichheit viel intuitiver verstehen. Sie ziehen die Grenzen nicht so, wie wir es tun. Ich habe ein Young Entrepreneurs Advisory Board, also einen Aufsichtsrat aus jungen Unternehmern, mit einem ausgeglichenem Mix aus zehn Mädchen und Jungen aus der ganzen Welt. Sie beraten mich kontinuierlich bei meinen Geschäftsentscheidungen.

Wer ist dein Vorbild als Leader?

Greta Thunberg. Ich habe großen Respekt davor, wie dieses unglaubliche Mädchen eine globale Schüler- und Studentenbewegung ins Leben gerufen hat und leitet. Ich bin auch ein großer Fan von der Arbeit und der Denkweise von Joy Buolamwini. Wir brauchen mehr Computer-Wissenschaftlerinnen wie sie, um sicherzustellen, dass Künstliche Intelligenz nicht missbraucht wird.

Wie ist deine Meinung zum aktuellen Status von Frauen in der Technologie?

Frauen sind Männern bereits zahlenmäßig an den Universitäten weltweit überlegen. Ich glaube, dass wir einen großen Wandel bei der Anzahl von weiblichen Führungskräften im und außerhalb des Technologie-Bereichs verzeichnen und eine punktgenaue Geschlechtergleichheit haben werden, wenn die Generation Z und Generation Alpha in die Arbeitswelt eintreten.

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