Orchester-Musiker*innen zeigen, dass der Klimawandel nicht zu überhören ist

Um auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam zu machen, hat sich das NDR Elbphilharmonie Orchester etwas Besonderes einfallen lassen. Die Musiker*innen haben den Klassiker „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi neu interpretiert. Der Clou: Die moderne Vertonung der Partitur stammt von einem Algorithmus. Als Grundlage für „For Seasons“ dienen Klimadaten, die von Forschungsinstituten, Umweltagenturen und Universitäten stammen.

Insgesamt flossen globale sowie lokale Daten in den Algorithmus ein, wie zum Beispiel Temperaturanstieg, Verschiebung der Jahreszeiten, Ausstoß von CO2, Naturkatastrophen sowie Artensterben von Insekten und Vögeln. Dadurch wird in der Neuinterpretation der Sommer hörbar langsamer und länger als in Vivaldis Original. Frühling und Sommer unterscheiden sich musikalisch kaum noch.

Bei diesem Instagram-Post könnt ihr schon mal kurz reinhören:

Konzert im Livestream

„‚For Seasons‘ zeigt, wie der Verlauf des Klimawandels wäre, wenn es einfach so weiter geht. Das Resultat – Not, Chaos und Durcheinander folgen – ist hörbar und auch körperlich erlebbar, denn die Musik macht ja etwas mit uns, wenn wir sie hören“, heißt es von Yuri Christiansen, Solo-Cellistin, im Presse-Statement.

Am Samstag, den 16. November führen die Musiker*innen das Stück in der Elbphilharmonie in Hamburg auf. Tickets sind bereits alle vergriffen, aber das Konzert wird live übertragen. Beispielsweise auf der Webseite der Elbphilharmonie.

P.S. Wer den Unterschied eigens heraus hören möchte, der kann sich ja vorab Vivaldis Original anhören:


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