European Plastic Pact: Neuer EU-Pakt soll Plastikkonsum bekämpfen

In Brüssel wurde am 06. März der European Plastic Pact beschlossen. Damit haben 15 europäische Länder – darunter Deutschland – und 66 Unternehmen wie Nestlé, Unilever und Henkel dem enormen Plastikkonsum den Kampf angesagt.

Mit dem Pakt wolle man vor allem den Plastikverbrauch reduzieren und vermehrt auf Kunststoff-Recyclate setzen – also recyceltes Plastik, das wieder in Neuproduktionen fließt.

Laut Schätzungen sorgt die Herstellung und Entsorgung von Plastik jährlich für etwa 400 Millionen Tonnen CO2 weltweit. Setzt man verstärkt auf Recycling, könnte man nicht nur CO2 verringern, sondern gleichzeitig auch noch 3,5 Milliarden Barrel Öl einsparen.

Gefordert sind hauptsächlich Unternehmen der „Plastikbranche“. Also alle Unternehmen, die Plastik herstellen, verbrauchen oder recyceln. Darüber hinaus sind auch alle europäischen Länder dazu aufgerufen, sich zu beteiligen.

Doch die Aktion stößt auch auf Kritik. „Leider basiert der Plastik-Pakt auf Selbstverpflichtungen. Auch wird Recycling allein die weltweite Plastikflut nicht einschränken“, erklärt die Grünen-Europaabgeordnete Jutta Paulus in einem Interview mit dem Handelsblatt.

Vielmehr scheint der Pakt eine Art Forum für Unternehmen zu sein, die sich über neuste Technologien im Umgang mit Plastik austauschen und neue Ideen vorstellen wollen.


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