Visionärinnen: Fünf inspirierende Frauen aus der IT-Branche

Noch immer haftet der IT-Branche das Image der reinen Männerdomäne an – völlig zu Unrecht, denn auch viele Frauen haben in diesem Berufsfeld große Erfolge erzielt und die Branche mitgeprägt.

Passend zum Weltfrauentag am 8. März stellt Thomas Maas, CEO von freelancermap, in seinem Gastbeitrag fünf inspirierende Frauen aus der IT-Welt vor und zeigt, was sich Unternehmer*innen und solche, die es noch werden möchten, von ihnen abschauen können.

Lucy Peng – Das Mom-and-Pop-Modell

Sie leitete das wertvollste FinTech-Startup der Welt und revolutionierte Management-Prozesse, unter ihrer Führung blühten Unternehmen auf und Innovationen wurden Realität: Lucy Peng, CEO und Mitgründerin der Alibaba Group steht nicht umsonst auf Platz fünf der „China Top 100 Businesswomen“-Forbes-List 2018. Das Smartphone zum Geldbeutel machen und Online-Zahlungen unendlich vereinfachen – unter Pengs Führung bei Alipay wurde zur Wirklichkeit, woran im Westen damals keiner auch nur dachte. Peng entwickelte außerdem das „Mom and Pop“-Modell, für das Alibaba international sehr gelobt wird: Ein Teammitglied (Mom) konzentriert sich auf die Zusammenarbeit, das andere (Pop) behält die Evaluation der Performance im Auge.

Was Unternehmer*innen von ihr lernen können: Nur unter der richtigen, mutigen Führung blühen Unternehmen auf, unkonventionelle Impulse wie das Mom-and-Pop-Modell werden oft belohnt und können künftig zu einer echten Inspiration für andere Unternehmen werden.

Ida Tin – Mut zur Technologie-Lücke!

Auf der Suche nach einem Weg, ihren eigenen Zyklus besser zu verstehen und zu verfolgen, gründete Ida Tin gemeinsam mit drei Mitgründern vor sieben Jahren Clue. Ziel der App: Selbstbestimmte Verhütung für Frauen und die Möglichkeit, Gradmesser für die eigene Gesundheit zu werden – insbesondere auch für Frauen, die keinen Zugang zu Verhütungsmitteln oder ärztlicher Betreuung haben. Ihre Vision verfolgte Tin resolut und sammelte Funding in Höhe von mehr als 27 Millionen für ihre Zyklus-App, die heute von zehn Millionen Menschen in über 190 Ländern genutzt wird.

Ida Tin, Co-Founder und CEO von Clue ©Clue

Das ist längst nicht alles: Mit dem Branding des Begriffs „Femtech“ sorgte die Dänin für einen revolutionären Perspektivenwechsel in der Gesundheitsbranche. Die Zusammensetzung aus „female“ und „technology“ beschreibt Technologie, die auf die biologischen Bedürfnisse von Frauen zugeschnitten ist. Tin stellt die Gesundheit von Frauen in den Mittelpunkt und lenkt gleichzeitig den Blick auf Produkte dieser Industriebranche. Das Ergebnis: FemTech-Produkte sind weltweit auf dem Siegeszug und die Branche explodiert.

Was Unternehmer*innen von ihr lernen können: Keine Angst vor neuen (IT)-Lösungen – bei guten Ideen ergibt sich die Nachfrage von selbst. Das richtige Produkt kann eine ganze Branche verändern und neue Industriezweige schaffen.

Verena Pausder – Wirtschaftlicher Erfolg geht auch social

Gründerin, Vorbild-Unternehmerin, Mutter von drei Kindern und bekannt für ihr soziales Engagement – Verena Pausder ist ein echtes Multitalent. Ihr Herzensthema: Chancengleiche digitale Bildung für Kinder. Pausder gründete zunächst mit dem Games-Unternehmen Goodbeans eine Plattform, die Kinder ab zwei Jahren spielerisch in die Online-Welt einführt. Später folgte dann mit Fox & Sheep ein Startup zur Entwicklung und Vermarktung von Apps speziell für Kinder. Doch für Pausder geht es um mehr als eine glänzende Karriere, vielmehr ist soziales Engagement für sie als erfolgreiche Gründerin Pflicht.

Mit Social Entrepreneurship möchte sie in Bereiche reinvestieren, die ihr am Herzen liegen – so gründete sie den Verein „Digitale Bildung für Alle e.V“ und ist Mitgründerin der Non-Profit-Organisation „Startup-Teens“ die Schülerinnen und Schüler bei ihrer ersten Gründung unterstützt und mitfinanziert. Dass sich soziale Verantwortung und Erfolg nicht ausschließen, beweist die Unternehmerin eindrücklich.

Verena Pausder ©Privat

Was Unternehmer*innen von ihr lernen können: Soziale Verantwortung ist kein Feigenblatt, sondern eine Pflicht für erfolgreiche Gründer*innen. Dabei sollten die eigenen Interessen den Schwerpunkt bestimmen – so bleibt das Engagement authentisch.


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