30.000 Sträucher verpflanzt: In Düsseldorf steht das grünste Gebäude Europas

Klar, begrünte Fassaden sind nichts Neues, aber das Konzept, das vor allem in asiatischen Städten wie Singapur boomt, wird nun auch in Europa auf ein neues Level gehoben. Und zwar in, wer hätte das gedacht, Düsseldorf. Hier entstand gerade der Gebäudekomplex Kö-Bogen 2, auf dessen Dach und Schrägmauern 30.000 Hainbuchen verpflanzt wurden – was einer Fläche von mindestens vier Fußballfeldern entsprechen soll. Damit befindet sich mitten in der Düsseldorfer Innenstadt die größte Grünfassade Europas.

Der von Ingenhoven Architects designte, 25.000 Quadratmeter große Komplex am Gustaf-Gründgens-Platz beherbergt hauptsächlich Geschäfte, aber auch einige Büroflächen. Noch wird hier in den letzten Zügen gebaut, Ende des Jahres sollen die Geschäfte eröffnen.

© CENTRUM Gruppe

Drei Jahre lang wurden die Abertausenden Hainbuchen vorgezogen, bevor man sie letzten Winter auf das Gebäude pflanzte. Da deren Blätter zwar nicht ausfallen, aber im Jahresverlauf ihre Farbe wechseln, war statt saftigem Grün monatelang nur rostiges Braun zu sehen. Man kann es nicht anders sagen: War so semi-schön.

Um Schönheit geht es bei dem Projekt aber sowieso nicht, sondern um Nachhaltigkeit. Die Hainbuchen sorgen für saubere Luft und die Kühlung der Umgebung. Einerseits binden die Pflanzen CO2 und produzieren Sauerstoff, andererseits verhindern sie, dass sich die Fassade des Gebäudes durch die Sonne zu sehr aufheizt. Bis zu 70 Grad könnten bei direkter Einstrahlung entstehen – und diese Wärme würde permanent an die Umgebung abgegeben werden.

© CENTRUM Gruppe

Für das Mikroklima der Stadt sind diese 30.000 Pflänzchen also ein riesiger Gewinn. Der Effekt soll etwa dem von 80 ausgewachsenen Laubbäumen entsprechen. Mal abgesehen vom riesigen Berliner Tiergarten direkt vor unserem fantastischen Business-Punk-Büro – wo hat man das schon mitten im Stadtzentrum?


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