Forschende entdecken eine der größten Galaxie-Ansammlungen im Universum

Das Universum ist riesig, das wissen wir. Wie groß? Das wissen wir nicht. Aber irgendwie ist das auch gut, denn so können Forschende immer wieder Neues in Erfahrung bringen. Wie jetzt, als sie eine neue Formation im Himmel entdeckt haben, die sie schlicht „Wall of Galaxies“ getauft haben.

Dieses Galaxien-Cluster ist sage und schreibe 1,4 Milliarden Lichtjahre breit und es ist erstaunlich, dass es uns bisher entgangen ist. Denn verglichen mit anderen astronomischen, ja, Dingen, befindet sich dieses eigentlich relativ nahe bei uns. Aber nah, das wissen wir, ist in astronomischen Einheiten eben immer noch verdammt weit weg.

Dahinter das große Nichts

Um was geht es hier eigentlich? Die gefundene „Wall of Galaxies“ – oder auch „South Pole Wall“ – ist eine gigantische Ansammlung an Galaxien, Gas und Staub, die sich, von der Erde aus betrachtet, am südlichen Rand des Universums entlangzieht.

Die Forschenden sprechen von einer Wand, da sich Galaxien nicht einfach irgendwie im Universum verteilen, sondern große Cluster bilden. Und zwischen diesen Clustern befindet sich das große Nichts. Oder eben etwas, das wir bisher nur nicht sehen können. Irre.

Wie konnte man das übersehen?

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, warum wir diese gigantische Formation bisher übersehen haben – und die Antwort darauf ist so einfach wie paradox: sie ist zu nah. Nur eine halbe Milliarde Lichtjahre liegen zwischen der Erde und der „South Pole Wall“.

Außerdem befindet sie sich in einer Zone, in der unsere eigene Galaxis uns die Sicht versperrt. Die einzige Möglichkeit sie zu sehen, ist anhand der Rotlichtverschiebung, die dadurch entsteht, dass sich das Universum ausdehnt. Und genau das ist den Wissenschaftler*innen jetzt hier gelungen.


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