Museen wetteifern auf Twitter um den schönsten Allerwertesten der Kunstgeschichte

Die Coronakrise macht vor allem Museen und anderen kulturellen Einrichtungen zu schaffen. Mal eben am Wochenende die neueste Ausstellung besuchen war lange nicht möglich – und jetzt auch nur unter strengen Auflagen. Altehrwürdige Exponate können da schon mal in Vergessenheit geraten. Deshalb hat sich das Yorkshire Museum in Großbritannien eine Aktion überlegt, mit der sie wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich und die Welt der Kunst lenken wollen.

Wer hat den Schönsten?

Unter dem Hashtag #Bestmuseumbum startete das Archäologiemuseum eine Challenge auf Twitter, bei der Museen weltweit die schönsten und berühmtesten Hinterpartien ihrer Ausstellungsstücke tweeten sollen. Das Foto einer römischen Männerstatue eröffnete das Battle. Zwar weist der Hintern des abgebildeten Athleten ein paar Risse auf, scheint aber noch ziemlich gut in Schuss zu sein.

Auf der ganzen Welt haben Museen, kulturelle Institutionen und Privatpersonen die Challenge angenommen und posten fleißig Hinterpartien. Glatte Marmorhintern, ästhetische Malereien, kritische Nacktzeichnungen: die Auswahl der Teilnehmer*innen ist ziemlich vielseitig. Hier eine kleine Auswahl:

Auch aus Deutschland kommen Kandidat*innen. Das Foto eines Besuchers des Weserrenaissancemuseums im ostwestfälischen Lemgo zeigt zum Beispiel eine trainierte Rückansicht einer männlichen Statue.

Mit der Bestmuseumbum-Challenge wollte das Yorkshire Museum in Großbritannien in Zeiten der Krise vor allem auf Kunst und Kultur aufmerksam machen. Was damit jedoch unvermeidbar auch angeregt wurde, ist die Diskussion rund um Schönheitsideale und Körperkultur. Denn so unterhaltsam die Challenge auch ist, sie zeigt ebenso, wie verankert idealisierte Körperbilder in unserer Gesellschaft waren und heute noch sind.


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