Organisation schenkt Obdachlosen 7.500 Dollar und die nutzen das für Weiterbildungen

Wer in Großstädten wie Berlin, Frankfurt oder Köln lebt, wird auf den Straßen fast täglich mit Armut und Obdachlosigkeit konfrontiert. In politischen Diskussionen darüber wird die Forderung nach dem bedingunglosen Grundeinkommen immer lauter.

Die Studie „New Leaf Project“ der Foundation for Social Change aus Kanada untersuchte die Folgen von bedingungslosen finanziellen Zuwendungen für Obdachlose. Im Jahr 2018 schenkten sie 50 obdachlosen Personen in Vancouver jeweils 7.500 Dollar. Alle Probanden hatten erst kürzlich ihre Unterkunft verloren.

Um deren Entwicklung überprüfen zu können, stellte die Organisation außerdem eine Kontrollgruppe von 65 Obdachlosen zusammen, die ohne Zusatzeinkommen auskommen mussten.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Die beschenkten Obdachlosen haben das Geld überwiegend für sinnvolle Dinge ausgegeben.

Im Schnitt haben sie in einem Jahr für drei Monate eine Unterkunft gefunden. Außerdem gab die beschenkte Gruppe über die Hälfte des Geldes für Essen und Miete aus. Die Ausgaben für Drogen wie Alkohol und Zigaretten sanken im Durchschnitt um 39 Prozent.

Die Obdachlosenheime sparten pro beschenkter Person 8.100 Dollar, zudem konnten die Betroffenen in einem Jahr im Schnitt 1.000 Dollar zurücklegen. Einige der Teilnehmer*innen haben durch das Geld auch zurück zu einem geregelten Leben gefunden.


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