Life & Style Südkorea hebt die Gaming-Sperrstunde für Minderjährige auf

Südkorea hebt die Gaming-Sperrstunde für Minderjährige auf

In Deutschland ist es meistens Sache der Eltern, den Computerkonsum mehr oder weniger einzuschränken. Gesetze schreiben hierzulande nicht vor, dass Jugendliche irgendwann abschalten müssen. Damit wollte die Regierung exzessives Gaming unterbinden.

Anders ist das in Südkorea, zumindest bislang. Zwischen Mitternacht und sechs Uhr morgens war es dort allen unter 16 verboten, Online-Games zu spielen. Zum Ende des Jahres soll das Verbot abgeschafft werden, wie der Korea Herald berichtet.

Der Grund: Man wolle das Recht der Minderjährigen respektieren, über ihre eigene Zeit zu bestimmen. Außerdem soll so das Lernen zuhause erleichtert werden. Allerdings werden jetzt Eltern die Möglichkeit haben, die Gaming-Zeiten der Jugendlichen zu beschränken.

Das Gesetz hatte kuriose Auswirkungen. Zeitweise war sogar Minecraft nur für Volljährige offiziell zugänglich. Das war Anbieter Microsoft offenbar lieber als die zeitliche Sperre ins System zu implementieren.

Die strengsten Regeln für minderjährige Gamer:innen gelten derweil in China. Dort gilt sogar von 22 Uhr bis acht Uhr morgens eine Sperrstunde. Und selbst an freien Tagen sind maximal drei Stunden Gaming erlaubt.

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