Personal Finance Deutscher Paypal-Moment? Sparkassen arbeiten an Krypto-Feature

Deutscher Paypal-Moment? Sparkassen arbeiten an Krypto-Feature

Von Caspar Schlenk

Sie galten als Lachnummer der Digitalwelt: Unter dem Codenamen N25 arbeiteten die Sparkassen an einem Konkurrenten für das Berliner Milliarden-Startup N26. Doch der Angriff – der als App mit den Namen Yomo daherkam – floppte. Nach einigen Jahren und vielen verbrannten Millionen wurde er wieder abgeblasen. 

Erfolgreicher war dagegen die Einführung von Apple Pay, die das Bezahlen mit dem Smartphone in Deutschland in den Massenmarkt brachte. Genau diese Dynamik könnte es jetzt bei einem neuen Feature geben, an dem die Sparkassen arbeiten. Der eigene IT-Dienstleister S-Payment bereitet ein Krypto-Feature für die Sparkassen vor.

Sollten die entsprechenden Gremien zustimmen, könnten schon im kommenden Jahr potenziell 50 Millionen Kund:innen mit Bitcoin, Ethereum und Co. handeln. Nach Informationen von Finance Forward, Finanz-Szene und Capital arbeitet ein eigenes Team bereist an dem Produkt. 

In den USA bewegte im vergangenen Jahr die Nachricht, dass Paypal den Bitcoin-Handel einführt, die Märkte. Der Kurs schnellte in die Höhe. Bislang ist das Feature aber nicht in Deutschland angekommen. Die Sparkassen könnten ihnen dieses Mal zuvorkommen. Auch die Neobank N26 arbeitet noch an der Funktion, hat sie aber noch nicht rausgebracht. Nun beginnt der Wettlauf – die größte Masse wurden allerdings die Kommunalbanken erreichen.  

Sollte das Projekt starten, kann jede der 370 Sparkassen – von der Bordesholm bis Bad Tölz-Wolfratshausen – entscheiden, ob sie das Feature einführen will oder nicht. Doch man habe vorgefühlt, heißt es, das Interesse sei da. Es ist wahrscheinlich, dass die Pilotprojekte in großen Städten starten würden. Der Sparkassen-Verband wollte sich nicht zu dem Krypto-Feature äußern. 

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