Productivity & New Work Quiet Quitting: sieben alternative Namen für den Hype

Quiet Quitting: sieben alternative Namen für den Hype

Es begann auf Tiktok: Zaiad Khan verhalf dem Ausdruck „Quiet Quitting“ mit einem Video zu einem Hype. Schon bald berichteten zahlreiche Medien. „Warum es sich global verbreitet, das absolute Minimum auf der Arbeit zu leisten“, schrieb der Guardian.

Was sich dahinter verbirgt? Es hat auf jeden Fall damit zu tun, sich nicht komplett der Arbeit zu unterwerfen. Alles darüber hinaus wird gerade wild diskutiert. „Man kündigt zwar nicht, aber man macht Schluss mit der Vorstellung, im Job über das Nötige hinaus zu gehen“, sagte Zaiad Khan in seinem Tiktok-Video

Karriere auf Sparflamme sozusagen, keine Mails mehr nach Feierabend. Eine alte Idee unter einem neuen Schlagwort. Und für eine neue Zeit, in der es für viele keinen physischen Arbeitsort mehr gibt.

Kommentator:innen zeigen sich deshalb teilweise verwundert: Ob es denn nicht einfach der Standard sei, das zu tun, was auch bezahlt wird. Und sich im Feierabend Erholung zu gönnen.

Wir nähern uns dem Phänomen mal von verschiedenen Seiten an. Hier sind unsere alternativen Titel für das „Quiet Quitting“:

1 / 7
Innere Kündigung
Ein echter Klassiker. Auch rein von der Bedeutung nah am neuen englischen Begriff. Allerdings weisen Artikel darauf hin, dass es einen Unterschied gebe: Die Quiet Quitters haben nicht die konkrete Absicht, den Job zu wechseln oder zu kündigen.
2 / 7
Thaddäus-Tentakel-Typ
Wer erinnert sich noch an Spongebob Schwammkopfs Kollegen und Nachbarn. Thaddäus wusste genau: Bei der Arbeit lohnt sich kein emotionales Involvement. Dafür ging Thaddäus ganz in seinem Hobby auf: Klarinettespielen.
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Dienst nach Vorschrift
Noch so ein altbekanntes Wort für minimal motiviertes Arbeiten: Was ich muss, mache ich. Alles andere wäre zu viel verlangt.
4 / 7
Toxische Arbeitsbeziehung
Wenn man in einer Beziehung nicht mehr wirklich glücklich ist, sondern nur zu faul ist, sie zu beenden, ist das für beide traurig. Allerdings ergibt sich für die Quiet Quitters kein Vorwurf daraus. Sie sind schließlich finanziell abhängig vom Arbeitgeber. Und Rechnungen zahlen sich ja nicht von selbst.
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Work-Life-Balance
So nannte man eine ähnliche Sache, bevor es Tiktok gab. Und seitdem die Idee der WLB beliebt wurde, ist sie eben schwerer umsetzbar geworden. Dem Home Office sei dank.
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Selbstausbeutung light
Je mehr wir uns selbst kontrollieren, desto mehr werden wir auch zum eigenen Ausbeuter. Denken uns: „Mach doch bisschen mehr, es wird dich weiterbringen.“ Quiet Quitters antworten dieser inneren Stimme einfach: Nein.
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White Collar-Luxus
Was wohl Lieferando-Kurier:innen oder Amazon-Lagerarbeiter:innen zu dem Trend sagen würden? Wahrscheinlich, dass sich ihnen diese Frage nicht stellt. So viel Freiheit wie im Büro Arbeitende haben sie schließlich gar nicht, sich weniger zu engagieren.

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