Life & Style Riccardo Simonetti über Anke Engelke: „Ich konnte nicht anders, als mich zu verlieben“

Riccardo Simonetti über Anke Engelke: „Ich konnte nicht anders, als mich zu verlieben“

Denkt man heute an deutsche Shootingstars, darf Riccardo Simonetti nicht fehlen. Denkt man an die größten Entertainer:innen des Landes, darf Anke Engelke nicht fehlen. Beide stehen seit Jahren beziehungsweise seit Jahrzehnten vor der Kamera. 2022 feierten sie ihre gemeinsame Fernseh-Premiere in Joko Winterscheidts Sendung „Wer stiehlt mir die Show“.

Jetzt wieder eine Premiere: Heute launcht auf Spotify ihr gemeinsamer Podcast „Quality Time mit Riccardo und Anke“. In 16 Episoden wollen die beiden Podcaster:innen wöchentlich von ihrem Alltag und ihren Lebenserfahrungen erzählen sowie ihren Blick auf die Welt teilen.

Im Interview verraten Riccardo und Anke, warum sie nicht mehr ohne einander können, ob es hinter dem Mikro auch mal Streit geben wird und welche Rolle ihre Community im Podcast spielt.

Anke und Riccardo, seit „Wer stiehlt mir die Show“ scheint ihr unzertrennlich. War es Liebe auf den ersten Blick?

Anke: Ich bin schon mit Vorfreude angereist, ich kannte Riccardo aus der Ferne und habe verfolgt, was er alles macht. Ich war gespannt, wie es sein wird, wenn wir uns persönlich begegnen. Und ich war instinktiv beglückt, weil ich gemerkt habe, bei ihm muss ich mich nicht verstellen. Er ist mit so viel Zugewandtheit auf mich zugekommen, dass ich überhaupt keine Angst haben musste. Mittlerweile habe ich es leider etwas professionalisiert, vorsichtig zu sein. Aber wir konnten einander so angstfrei begegnen. Da wusste ich, dass das eine Beziehung für länger ist.

Hast du diese Gefühle von Anfang an erwidert, Riccardo?

Riccardo: Ich kenne Anke schon mein ganzes Leben. Ich habe sie immer verehrt und war aufgeregt und dankbar, bei dieser Show dabei zu sein und neben ihr sitzen zu können. Ich durfte den privaten Teil von Anke kennenlernen, der so herrlich verrückt ist und mindestens genauso interessant wie der öffentliche Teil von ihr. Das ist bei wenig Menschen der Fall. Ich konnte gar nicht anders, als mich in sie zu verlieben.  

Wer von euch hat nach der Show den ersten Schritt gemacht und nach einem Date gefragt?

Anke: Wir haben einander Briefe geschrieben und uns diese in die Garderoben gelegt.

Riccardo: Ich habe dir sogar einen Brief nach Hause geschickt.

Anke: Wir sind ja beide nicht doof, aber manchmal bedarf es dann doch einer dritten Instanz, die von außen sieht, was wir gespürt haben und es dann nochmal ganz anders verbalisiert.

Im Falle eures Podcasts war also Spotify euer Wingman.

Anke: Genau, in diesem Fall ja.

Riccardo: Wir hätten natürlich auch ohne diesen Podcast weiterhin tolle gemeinsame Momente gehabt, die wir teilen würden. Aber durch den Podcast bekommen wir jetzt einmal die Woche die Chance, uns wirklich auszutauschen. Wir lernen uns darüber nochmal ganz anders kennen. Das empfinde ich als großes Privileg.

Euer Podcast hat den Namen „Quality Time mit Riccardo und Anke“. Welche Themen werdet ihr in eurer Quality Time besprechen?

Riccardo: Wir versuchen uns selbst immer Hausaufgaben aufzugeben, indem wir für die andere Person ein Zitat heraussuchen. Die Zitate sollen die Grundlage für das Gespräch sein, wie ein Startschuss jeder Folge. Alles, was danach passiert, ist ganz stark von Emotionen getrieben. Es kommt darauf an, was wir in der vergangenen Woche erlebt haben. Das kann ein Ausmaß von gefühlt drei Jahren haben. Wir wollen uns darauf einlassen, was die andere Person in der letzten Woche erlebt hat.

Anke: Allein schon die Frage: Wo bist du gerade, wenn wir nicht gerade zusammen im Podcast-Studio sind, öffnet eine Tür, durch die wir den anderen in eine Situation mit reinholen. Wenn ich zum Beispiel im Ausland drehe, hat das einen so großen Impact, dass ich das einfach mit Riccardo teilen möchte. Und Riccardo reist ja genauso viel.

Zu vielen engen Beziehungen gehört auch Streit dazu. Wer von euch beiden gewinnt den Streit?

Anke: Ich fürchte, es wird nicht krawallig. Wenn wir beide innerhalb einer Situation unterschiedlicher Meinung sind, sind wir viel zu neugierig darauf, warum der oder die andere so denkt und handelt. Ich finde es viel spannender, etwas Neues zu erfahren, als recht zu haben.

Riccardo: Wenn man sich streitet, hat man ganz viele Warnsignale ignoriert. Man kann über Dinge reden, man darf auch Fehler machen. Ich schätze uns beide so ein, dass wir uns genug respektieren, sodass es nicht so weit kommen würde. Mir ist schon mal ein kleiner Fehler passiert. Dann habe ich um Verzeihung gebeten und wir haben ein tolles Gespräch darüber geführt. Das zeigt, dass es nicht immer gleich zu einer bösen Auseinandersetzung kommen muss.

Würdet ihr eure Hörer:innen auch an solchen privaten Gesprächen teilhaben lassen?

Anke: Wir werden sie auf jeden Fall teilhaben lassen, wenn wir aus unserer jeweiligen Position und unseren Interessen heraus unterschiedliche Entscheidungen treffen würden. In diesen Gesprächen wird aber kein Urteil kommen, sondern ein „Warum“. Was für eine schöne Energie daraus entstehen kann, wenn wir die Gedanken und Beweggründe des anderen kennen.

Plant ihr, Gäst:innen in euren Podcast einzuladen?

Riccardo: Wenn Bastian Pastewka sich mal einklinken möchte, hätte ich nichts dagegen. Also, ich würde niemals nie sagen. Aber unser Impuls ist eher, dass wir Menschen inkludieren, die online einschalten und Fragen an uns stellen. Sodass unsere Community sich einbringen und Impulse geben kann.

Habt ihr dafür ein Beispiel?

Riccardo: In der ersten Folge spreche ich mit Anke über einen meiner absoluten Lieblings-Sketche aus Ladykracher. Anke erklärt mir, wie es dazu gekommen ist. Das hat so viele Denk-Impulse in mir ausgelöst. An dieser Stelle würden wir gerne von der Community wissen, was die Menschen für Erinnerungen an Ladykracher haben. Und dann kann Anke erzählen, was es mit den Sketchen auf sich hatte. Wir werden sehr versuchen, auf die Bedürfnisse unserer Community einzugehen. 

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