Innovation & Future Cannabis im Franchise-Modell: Der Design-Store für legales Kiffen?

Cannabis im Franchise-Modell: Der Design-Store für legales Kiffen?

Noch ist Cannabis in Deutschland nicht legal. Das EU-Recht verkompliziert das Vorhaben der Ampel-Regierung. Doch in der Szene herrscht weiterhin großer Optimismus. Nun stellte das Systemgastronomie-Unternehmen Enchilada mit dem börsennotierten Cannabisunternehmen SynBiotic SE ein erstes Franchise-Konzept für Cannabis-Stores in Deutschland vor.

Auf der Internorga-Messe in Hamburg präsentierte SynBiotic CEO Lars Müller gemeinsam mit Stefan Hackl, Vorstand der Condukto AG, der Beteiligungsgesellschaft der Enchilada-Gruppe, die gemeinsame Franchise-Marke Heesh.

Cannabis Franchise
Lars Müller, CEO SynBiotic SE und Stefan Hackl, Vorstand Condukto AG auf der Open Stage der Internorga 2023 in Hamburg. Credits: Ulrich Perrey

Die Enchilada-Gruppe ist verantwortlich für die Markenentwicklung, Interiordesign, Ladenbau, Standortsuche und Franchising. Die SynBiotic SE kann in der Kooperation mit langjährigem Know-how aus der Cannabisbranche punkten.

Heesh setzt sich dabei aus den beiden englischen Pronomen „He“ und „She“ zusammen und steht laut eigenen Angaben für eine offene, tolerante Gesellschaft, die sich nicht von Vorurteilen und Stereotypen beschränken lässt.

Ein Stoner-Laden im Apple-Look

Das lässt sich auch im Design der geplanten Stores erkennen: Die beiden Unternehmen setzen für ihr gemeinsames Unternehmen auf einen cleanen Look. Fernab von klassischen Kiffer:innen-Klischees. Die Ware wird auf Holztischen unter Gläsern präsentiert. Auf den ersten Blick erinnern die Mockups der Cannabis-Geschäfte an einen Apple-Store.

„Eine Legalisierung holt Cannabis raus aus der Schmuddelecke – und das muss sich auch in der Kompetenz der Mitarbeiter, einer ansprechenden Umgebung und im Design widerspiegeln“, sagt Hackl. Deshalb werden auch Verkäufer:innen vor der Eröffnung eines Stores von den Franchisegebern geschult.

Cannabis Franchise
Credits: Heesh

Wer nach umgesetzter Legalisierung einen Heesh-Store eröffnen will, kann sich bereits jetzt um eine Lizenz als Franchisenehmer:in bewerben. Laut Pressemitteilung sollen die Stores durch ein individuelles Konzept in so gut wie jeder Immobilie umsetzbar sein.

„Unser Franchise-Konzept vereint ein modernes Interieur in den Geschäften sowie fortschrittliche digitale Lösungen und ist das erste seiner Art. Damit geben wir unseren Franchise-Partnern alles an die Hand, um sofort durchstarten zu können, sobald die Legalisierung Realität ist“, sagt Müller.

Die Kund:in sollen sowohl eine eigene App als auch digitale In-Store-Lösungen und das geschulte Personal durch einen modernen Einkaufsprozess führen. Bleibt abzuwarten, wann Cannabis-Konsument:innen tatsächlich ihr erstes Gramm legales Gras in einem Heesh-Store kaufen können.

Das könnte dich auch interessieren

Virtual Reality erobert das Recruiting: Wie Spatial Experiences den War for Talents entscheiden Innovation & Future
Virtual Reality erobert das Recruiting: Wie Spatial Experiences den War for Talents entscheiden
Apple Intelligence: Endlich arbeitet Apple mit KI Innovation & Future
Apple Intelligence: Endlich arbeitet Apple mit KI
AfD-Geheimtreffen: Proteste gegen Rechtsextremismus in Berlin und Potsdam Innovation & Future
AfD-Geheimtreffen: Proteste gegen Rechtsextremismus in Berlin und Potsdam
Die Kunst im Wandel – Gedanken zu konventioneller gegenüber und NFT-Kunst Innovation & Future
Die Kunst im Wandel – Gedanken zu konventioneller gegenüber und NFT-Kunst
Vergesst Musk, Bezos und Zuckerberg: Huang ist der neue Tech-Superstar! Innovation & Future
Vergesst Musk, Bezos und Zuckerberg: Huang ist der neue Tech-Superstar!