Leadership & Karriere Wechselbereit: Gen Z sind die „illoyalsten Jobber“

Wechselbereit: Gen Z sind die „illoyalsten Jobber“

Etwa jede:r zweite Mensch zwischen 18 und 29 wäre offen, einen anderen Job anzunehmen. Das ergab eine Forsa-Umfrage im Auftrag von Xing. 14 Prozent der Gen Z sind sogar aktiv auf Stellensuche. Damit liegt der Wert höher als in allen anderen Altersgruppen.

In der Gen Y sind es noch neun Prozent, die aktiv einen neuen Job suchen. In der Altersgruppe 50+ hingegen nur drei Prozent.

„Für die GenZ stehen Flexibilität und Agilität ganz oben auf der Agenda. Diese Generation ist nicht gekommen, um lange bei einem Arbeitgeber zu bleiben. In Fachkreisen gelten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieser Generation daher bereits jetzt zu den illoyalsten Jobbern aller Zeiten“, sagt Julian Stahl von Xing.

Was wünschen sich junge Arbeitnehmer:innen?

Potenzielle Arbeitgeber sollten flexible Arbeitszeiten bieten – kein anderer Faktor wurde häufiger genannt (74%). Dicht darauf folgt aber das höhere Gehalt (72%). Kein Wunder, sind die Jüngsten doch oft am schlechtesten bezahlt.

Dass könnte auch ein Grund sein, warum die Gen Z einen attraktiven Bürostandort mit 38 Prozent Zustimmung wichtiger findet als die Älteren (30–49 Jahre: 30 %, 50+: 22 %). Wer weit draußen oder auf wenig Raum wohnt, braucht ein schönes zentrales Büro eher als Boomer mit Eigenheim.

66 Prozent der Jungen wünschen sich aber dennoch die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Die Wichtigkeit der Option nimmt mit dem Alter ab (30-49 Jahre: 55 %, 50+: 41 %). Was können Arbeitgeber noch bieten? Ganz oben auf der Liste steht die 4-Tage-Woche. 82 Prozent der Jungen finden die Idee gut.

„Um diese Zufriedenheit auch langfristig zu fördern, sind vor allem Unternehmen gefragt“, sagt Xing-Arbeitsmarktexperte Julian Stahl. „Die heute nachrückenden Generationen geben am Arbeitsmarkt zunehmend den Ton an, sind zugleich aber ein knappes Gut. Unternehmen müssen versuchen, die Bedürfnisse junger Beschäftigter besser zu verstehen und sich überlegen, wie sie für sie eine passende Unternehmenskultur schaffen.“

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