Innovation & Future „Durch tiefgehenden Deep Dive in die Customer Journey haben wir unsere Core Competency identifiziert“

„Durch tiefgehenden Deep Dive in die Customer Journey haben wir unsere Core Competency identifiziert“

Gastbeitrag von Rebecca Taylor-Clarke, Head of People bei Recruitee.

Buzzword-Bingo gab es schon immer. Aber jetzt passiert etwas Neues: Die jüngste Generation von Buzzwords versucht, die tatsächlichen Veränderungen und Herausforderungen in der Arbeitswelt greifbar zu machen. Kann das funktionieren?

“Durch einen tiefgehenden Deep Dive in die Customer Journey haben wir unsere Core Competency identifiziert und erzielten einen Impact mit einem hohen Return on Investment im Ballpark der erwarteten Synergien.” So oder so ähnlich hört man es täglich in deutschen und weltweiten Büros. Buzzwords gehören zur Businesswelt, wie der Ansturm auf die Kaffeemaschine am Montagmorgen. Und auch die deutschen Personalabteilungen sind geprägt von Schlagworten und Trendbegriffen. Doch vielleicht ist dem einen oder der anderen schon aufgefallen, dass sich in den letzten Monaten und Jahren einige neue geflügelte Begriffe in die Reihe der Business-Buzzwords gesellt haben. Diese finden sich vor allem auf Social Media unter Hashtags wie #bareminimummonday, #quietquitting, #actyourwage oder #quietfiring. Keine Woche, in der nicht ein neuer Begriff auf Instagram und TikTok trendet, welcher sich über die Plattformen hinaus seinen Weg in die Öffentlichkeit bahnt.
Doch diese neuen Begriffe unterscheiden sich von ihren Vorgängern in mehr, als dass ihnen ein Rautenzeichen vorangestellt ist. Was diese Buzzwords für die Arbeitswelt bedeuten und warum sie mit Vorsicht zu genießen sind, erklärt Rebecca Taylor-Clarke, Head of People bei Recruitee.

Back to the basics
Kurz zum Verständnis: Ein Buzzword ist ein Begriff oder eine Phrase, die in einer bestimmten Branche, einem bestimmten Bereich oder in einem bestimmten Zusammenhang häufig verwendet wird. Diese Begriffe sind oft einprägsam, erregen Aufmerksamkeit und sollen beeindruckend oder innovativ klingen. Sie beschreiben neue Technologien, Geschäftspraktiken oder kulturelle Trends und sind oft aus dem Englischen entlehnt oder übernommen.

Grundsätzlich sind sie nichts Schlechtes. Schlagwörter können helfen, komplexe Ideen auf vereinfachte Weise zu vermitteln. Sie können und werden aber auch leicht überstrapaziert und verlieren mit der Zeit an Bedeutung, bis sie irgendwann nur noch leere Worthülsen sind. So verwenden manche Leute Schlagwörter, um sich sachkundig oder auf dem neuesten Stand der Dinge zu fühlen, ohne die Konzepte wirklich zu verstehen. Besonders in der Geschäftswelt besteht die Gefahr, dass Buzzwords als leere Versprechungen interpretiert werden. Kunden und Partner werden skeptisch, wenn sie mit einer Fülle von Buzzwords konfrontiert werden, ohne klare und konkrete Ergebnisse zu sehen. Im schlimmsten Fall fördern Buzzwords eine „Bullshit-Bingo“-Mentalität, bei der Menschen die Begriffe inflationär verwenden, um intelligent oder informiert zu erscheinen, ohne einen substantiellen Beitrag zu leisten. Damit büßt das gesamte Arbeitsumfeld an Professionalität und Glaubwürdigkeit ein, woran niemand gelegen sein kann.

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