Life & Style „Büroehe“: Ein Bund fürs Büro

„Büroehe“: Ein Bund fürs Büro

Arbeitsplatzromanzen sind nicht immer der Hauptgrund für Büro-Ratschereien. Laut einer XING-Studie sind tiefe Freundschaften und platonische Beziehungen ein fester Bestandteil unseres Arbeitslebens. Tatsächlich pflegt jeder zehnte Arbeitnehmer oder jede zehnte Arbeitnehmerin eine Art „Büroehe“ am Arbeitsplatz.

Was ist eine „Büroehe“?

Eine „Büroehe“, im Englischen als „Work Spouse“ bekannt, ist jemand aus dem Kollegenkreis, meistens des anderen Geschlechts, mit dem man eine besonders enge platonische Beziehung hat. Wenn man viel Zeit miteinander verbringt, können sich neben reinen Arbeitsbeziehungen oft auch tiefere Bindungen entwickeln. So entsteht eine Art platonische Ehe, eine „Büroehe“.

Warum können „Büroehen“ so schön sein?

Grund 1: Gleich und gleich gesellt sich gern

Im Gegensatz zum Sprichwort „Gegensätze ziehen sich an“ heißt es in Beziehungen oft eher „Gleich und gleich gesellt sich gern“. Psychologische Studien zeigen, dass Ähnlichkeiten in der Persönlichkeit langfristig zu stabileren Beziehungen führen können. Das gilt auch am Arbeitsplatz. Wenn man im gleichen Rhythmus arbeitet, die gleichen Pausen hat und sich einfach gut versteht, schweißt das zusammen!

Grund 2: Konflikte leicht gelöst

In jedem Team gibt es mal Zoff. Doch in „Büroehe“-Beziehungen klären sich Konflikte meist schneller. Das liegt daran, dass persönliche Differenzen seltener eine Rolle spielen. Probleme werden direkt angesprochen und gemeinsam gelöst, ohne dass sie sich auf persönliche Ebenen ausweiten.

Grund 3: Verbundenheit ohne Worte

Wenn man über 1.500 Stunden pro Jahr mit denselben Leuten arbeitet, entstehen zwangsläufig enge Bindungen. Man versteht sich nicht nur verbal, sondern oft auch ohne viele Worte.

Grund 4: Gemeinsam stark

„Work-Wife“ und „Work-Husband“ kennen sich in- und auswendig und sind immer da, um sich bei beruflichen Herausforderungen zu unterstützen. Gemeinsam meistern sie den Arbeitsalltag – bis dass die Kündigung sie scheidet.

Mehr als nur Freundschaft: Wenn Gefühle ins Spiel kommen

Manchmal entwickeln sich aus diesen starken Bindungen auch romantische Gefühle. Doch wenn einer mehr will als nur Freundschaft, kann das die Beziehung belasten und sogar außerhalb der Arbeit negative Auswirkungen haben.

„Büroehe“: Nicht immer bis zur Rente

Obwohl „Büroehen“ oft wie Pech und Schwefel zusammenhalten, enden diese Freundschaften selten mit der Rente. Eine Kündigung kann das Ende bedeuten. Doch selbst wenn einer oder eine geht, bleibt oft eine tiefe Freundschaft bestehen. Es ist wichtig, loszulassen und neue Wege zu gehen, denn das Ende einer „Büroehe“-Beziehung ist nicht das Ende der Welt. Es öffnet oft neue Türen für neue Abenteuer und Freundschaften.

Xing-Studie: https://www.new-work.se/de/newsroom/pressemitteilungen/xing-studie-tiefe-freundschaften-und-platonische-beziehungen-fester-bestandteil-des-arbeitslebens

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