Life & Style Liebe in der Matrix: Wie virtuelle Realitäten das Dating revolutionieren

Liebe in der Matrix: Wie virtuelle Realitäten das Dating revolutionieren

Künstliche Intelligenz beherrscht mittlerweile quasi jeden Lebensbereich – auch die Liebe. Heute wird Onlinedating durch Virtual Reality auf ein neues Level gehoben und auch Beziehungen mit Robotern gibt es mittlerweile. Der Mensch und die Maschine kommen sich näher als je zuvor…

Virtuelle Dating-Erlebnisse im Metaversum

Liebesbeziehungen kennen heute keine Grenzen mehr. Dank Plattformen wie Tinder, Bumble und Lovoo ist das Onlinedating längst ein fester Bestandteil unseres digitalen Lebens geworden. Aber jetzt betritt Virtual Reality (VR) die Bühne und bietet noch intensivere, zwischenmenschliche Online-Erlebnisse.

Was bedeutet das genau? Mit einem VR-Headset können wir uns in eine vollständig virtuelle Welt stürzen. Diese Welt passt sich unseren Bewegungen an und vermittelt das Gefühl, wirklich in einem anderen Raum zu sein. Anstatt sich nur zu einem simplen Online-Meeting zu verabreden, können wir nun unsere Dates unter einem virtuellen Wasserfall, im Weltall, auf einer Skipiste oder sogar am Eiffelturm in Paris genießen.

Die Match Group, das Unternehmen hinter den beliebten Dating-Apps Tinder und Hinge, steigt mit einem eigenen Virtual-Reality-Metaversum namens „Single Town“ in das Spiel ein. Hier können sich Datende als Avatare treffen und interagieren. Und wenn die Funken fliegen, können sie sich in einen privaten VR-Raum zurückziehen.

Virtuelle Nähe mit Haptic Suits erleben

In der Zukunft könnten wir uns auf virtuelle Beziehungen freuen, die uns das Gefühl geben, unsere Partnerin oder unseren Partner ganz nah bei uns zu haben, selbst wenn wir räumlich getrennt sind. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tüfteln gerade an Haptic Suits, das sind sozusagen Anzüge der Zukunft, die es schaffen sollen, Berührung, Temperatur, Geruch und sogar Druck elektronisch zu übertragen. Klingt wie direkt aus einem Sci-Fi-Film entsprungen, oder? Dank des Haptic Suits könnte man nicht nur die Umarmung seines Partners oder seiner Partnerin fühlen, sondern sogar die Körpertemperatur spüren und die Nähe des Körpers genießen.

Obwohl diese Haptic Suits im Moment hauptsächlich in Bereichen wie Gaming, Militär und Gesundheitswesen eingesetzt werden, könnten sie bald auch im Online-Dating eine große Rolle spielen. Mit der wachsenden Popularität von Dating-Metaversen ist es nur eine Frage der Zeit, bis Paare diese Technologie nutzen, um trotz räumlicher Distanz eine echte Verbindung zu spüren. Aber solche Anzüge sind mit Preisen von 800 bis 18.000 Euro eher etwas für diejenigen, die finanziell gut aufgestellt sind.

Die Akzeptanz von Roboterliebe: Ein Blick auf die EU-Studie von 2019

Eine interessante Studie der EU aus dem Jahr 2019 hat untersucht, wie Menschen in verschiedenen Ländern zu romantischen Beziehungen zwischen Personen und Robotern stehen. Die Ergebnisse waren überraschend: Zwölf Prozent der Befragten fanden solche Beziehungen durchaus akzeptabel.

Damit ein Roboter wie ein echter Mensch wirkt, braucht er Künstliche Intelligenz, die seine Aussagen, Bewegungen und Reaktionen steuert. Die Forscherinnen und Forscher hinter der Studie behaupten, dass Beziehungen zwischen Menschen und KI in Robotern, Chatrooms, Videospielen oder Hologrammen immer normaler werden.

Ein Blick nach Japan zeigt, wie die Zukunft des Datings mit KI aussehen könnte. Dort sind Roboter bereits in verschiedenen Bereichen im Einsatz, von der Industrie über die Landwirtschaft bis hin zum Einzelhandel und der Kinder- und Altenpflege. Diese Beispiele verdeutlichen, dass Menschen auf unterschiedliche Weise eine Beziehung zu künstlicher Intelligenz aufbauen können.

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