Brand & Brilliance Markenrecht statt Mischverhältnis: Wie Paulaner und Berentzen um Spezi kämpfen

Markenrecht statt Mischverhältnis: Wie Paulaner und Berentzen um Spezi kämpfen

Im Designstreit um Cola-Mix-Getränke geht Berentzen in Berufung gegen Paulaner. CEO Schwegmann hält das Münchner Gerichtsurteil für realitätsfern und kämpft um seine „Mio Mio Cola+Orange Mische“.

Der Kampf um bunte Flaschen im deutschen Getränkemarkt eskaliert. Berentzen legt Berufung gegen das Urteil des Landgerichts München ein, das dem Unternehmen die Verwendung seines Designs für „Mio Mio Cola+Orange Mische“ untersagt hatte.

Der niedersächsische Getränkehersteller will sich nicht mit der Entscheidung zugunsten von Paulaner abfinden, die eine zu große Ähnlichkeit zum geschützten Spezi-Design feststellte.

Designstreit mit Millionenrisiko

Das Münchner Landgericht hatte nicht nur den Verkauf der Flaschen im betroffenen Design verboten, sondern auch ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro angedroht, wie „Legal Tribune Online“ berichtet.

Zusätzlich müsste Berentzen Schadenersatz zahlen und alle bereits produzierten Flaschen vernichten. Durch die Berufung wird das Urteil jedoch vorerst nicht rechtskräftig und ist nicht vollstreckbar, was Berentzen Zeit verschafft.

„Lebensfremd“ – CEO geht in die Offensive

Berentzen-Chef Oliver Schwegmann kritisiert das Urteil auf LinkedIn als „lebensfremd“, wie „noz.de“ berichtet.

Es habe nicht nur bei ihm als juristischem Laien, sondern „auch bei sehr erfahrenen AnwältInnen und ExpertInnen im Markenrecht“ für ungläubige Seufzer gesorgt. Der CEO argumentiert mit Alltagserfahrungen im Einzelhandel, wo ähnliche Farbgestaltungen bei verschiedenen Produktkategorien gang und gäbe seien.

Seite 1 / 2
Nächste Seite

Das könnte dich auch interessieren