Tech & Trends Leak statt Launch: Metas Ray-Ban-Brille zeigt schon vorab ihr Head-up-Display

Leak statt Launch: Metas Ray-Ban-Brille zeigt schon vorab ihr Head-up-Display

Meta selbst leakte die neuen Ray-Ban Smart Glasses mit Display – kurz vor der Connect-Konferenz. Das Video zeigt Steuerung per Armband und ein Head-up-Display für Nachrichten und Navigation.

Der nächste große Schritt in Richtung Augmented Reality steht bevor – und Meta hat sich selbst die Show gestohlen. Kurz vor der am 17.

September startenden Connect-Konferenz veröffentlichte der Konzern versehentlich ein Video, das die neuen Ray-Ban Smart Glasses mit integriertem Display zeigt. Das für 800 Dollar gehandelte Wearable wurde schnell wieder aus dem Netz genommen, doch da war es bereits zu spät. Die Katze ist aus dem Sack: Meta bringt ein Head-up-Display ins Brillengestell.

Muskelsteuerung statt Touchpad

Die im Leak als „Meta Ray-Ban Display“ bezeichnete Brille verfügt über ein kleines Farbdisplay mit etwa 20 Grad Sichtfeld, wie „t3n“ berichtet. Darauf können Nutzer Benachrichtigungen, Navigationsdaten und Textnachrichten direkt im Blickfeld sehen. Die Steuerung erfolgt über ein innovatives Handgelenk-Wearable, das auf sEMG-Technologie (Surface Electromyography) basiert.

Dieses Armband liest elektrische Muskelsignale und übersetzt Fingerbewegungen in Befehle – ein deutlicher Fortschritt gegenüber den aktuellen Modellen mit Touch-Steuerung am Bügel. Das durchgesickerte Material bestätigt laut „winfuture“ zentrale Gerüchte der vergangenen Monate. Die Brille wird mit 70 Gramm allerdings deutlich schwerer als die aktuellen Ray-Ban Meta-Brillen, die nur 50 Gramm wiegen. Diese Gewichtszunahme resultiert aus der zusätzlichen Hardware für das integrierte Display.

Sportversion für Radfahrer

Überraschend zeigt das Leak auch eine neue Sportbrille auf Basis des Oakley-Designs. Diese „Shield“ genannte Variante richtet sich speziell an Radfahrer und verfügt über eine mittig positionierte Kamera. Das Konzept ähnelt einem Bike-Computer: Mit Navigationshinweisen direkt im Sichtfeld, Live-Informationen zu Geschwindigkeit und Herzfrequenz sowie Warnungen vor Gefahren auf der Strecke.

Meta setzt bei beiden Modellen weiterhin auf die Partnerschaft mit dem Brillenhersteller EssilorLuxottica. Ursprünglich gab es Spekulationen, die Brillen würden unter einer anderen Marke oder gar ohne den Luxuskonzern vermarktet. Doch Meta hält inzwischen etwa drei Prozent an Luxottica und verfügt über exklusive Rechte an den Marken des Brillenherstellers für seine Smart-Glasses-Technologie, wie „Welt“ dokumentiert.

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