Tech & Trends Twerken für Tesla: Musks Roboter-Traum fordert bizarre Opfer

Twerken für Tesla: Musks Roboter-Traum fordert bizarre Opfer

Teslas humanoider Roboter Optimus soll laut Musk 80 Prozent des Unternehmenswerts ausmachen. Doch der Weg dahin führt über erschöpfte Mitarbeiter, die absurde Bewegungen vorführen müssen – vom Hühnertanz bis zum Twerken.

Während Elon Musk vom nächsten Billionen-Dollar-Produkt träumt, schuften Tesla-Mitarbeiter in achtstündigen Schichten, um seinem Roboter Optimus das Menschsein beizubringen. Die Realität hinter dem futuristischen Projekt ist weniger glamourös als gedacht: Angestellte müssen hundertfach Vorhänge aufziehen, Tische abwischen und sogar twerken, damit der Roboter menschliche Bewegungen lernt. Laut „t3n“ prognostiziert Musk, dass Optimus künftig bis zu 80 Prozent des Tesla-Unternehmenswerts ausmachen könnte.

Daten sammeln bis zum Umfallen

Die Trainingsmethoden für den Roboter grenzen ans Absurde. Mitarbeiter ordnen stundenlang farbige Ringe wie Kleinkinder, führen den Hühnertanz vor oder twerken für die Kameras.

Wie „t3n“ berichtet, tragen viele dabei 15 bis 20 Kilogramm schwere Kamerarucksäcke, die bereits zu Rückenverletzungen geführt haben. Das Pensum ist knallhart: Wer nicht vier Stunden verwertbares Material pro Schicht liefert, riskiert eine Abmahnung.

Händeprobleme und Expertenzweifel

Besonders die Entwicklung der Roboterhände erwies sich als Achillesferse. Zeitweise stapelten sich in den Tesla-Fabriken handlose Roboter, weil die Techniker die Feinmotorik nicht hinbekamen.

Musk selbst bezeichnete dies als „unglaublich schwierige technische Herausforderung“, wie „t3n“ dokumentiert. MIT-Forscher Rodney Brooks hält das gesamte Konzept für Geldverschwendung und plädiert für spezialisierte statt humanoide Roboter.

Business Punk Check

Der Optimus-Hype ist klassisches Musk-Theater. Während er von Millionen Robotern träumt, kämpft Tesla mit Grundlagenproblemen wie funktionierenden Händen. Die 80-Prozent-Wertprognose ist typische Übertreibung.

Realistisch betrachtet steckt die humanoide Robotik noch in den Kinderschuhen – selbst Boston Dynamics‘ Atlas kann nach Jahrzehnten Entwicklung kaum alltagstaugliche Aufgaben bewältigen. Unternehmen sollten statt auf menschenähnliche Alleskönner auf spezialisierte Roboter für konkrete Anwendungsfälle setzen. Die wahre Innovation liegt nicht in der Menschenimitation, sondern in der cleveren Lösung spezifischer Probleme.

Häufig gestellte Fragen

  • Sind humanoide Roboter wie Optimus wirklich die Zukunft der Automatisierung?
    Eher nicht. Spezialisierte Roboter für konkrete Anwendungen bieten deutlich mehr Effizienz und schnelleren ROI als Alleskönner-Ansätze. Unternehmen sollten auf maßgeschneiderte Lösungen statt humanoide Universalroboter setzen.
  • Welche Roboter-Technologien sind heute schon praxistauglich?
    Kollaborative Roboter (Cobots) für definierte Aufgaben, autonome Transportroboter und spezialisierte Greifsysteme liefern bereits echten Mehrwert. Diese fokussierten Lösungen sind wirtschaftlicher als humanoide Konzepte.
  • Was kostet die Implementierung von Robotik-Lösungen realistisch?
    Spezialisierte Robotersysteme sind ab 50.000 Euro einsatzbereit. Humanoide Systeme wie Optimus werden voraussichtlich im mittleren sechsstelligen Bereich starten – bei deutlich geringerer Funktionalität als von Musk versprochen.
  • Wann werden Roboter wie Optimus tatsächlich alltagstauglich sein?
    Für einfache, standardisierte Aufgaben in kontrollierten Umgebungen in 5-7 Jahren. Für komplexe Alltagssituationen und echte Autonomie sind eher 15-20 Jahre realistisch – trotz aller Musk-Versprechen.

Quellen: „t3n“

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