AnlagePunk Krypto-Kater: Bitcoin unter 90.000 – Weihnachtsrallye abgesagt?

Krypto-Kater: Bitcoin unter 90.000 – Weihnachtsrallye abgesagt?

Bitcoin rutscht unter 90.000 Dollar, Ethereum verliert noch stärker. Schuld ist die Fed mit ihrer Zinspolitik. Der Kryptomarkt zeigt Angstsymptome – zu Recht oder übertrieben?

Die Dezember-Bilanz für Krypto-Investoren fällt ernüchternd aus. Nach dem gescheiterten Ausbruchsversuch bei 94.500 US-Dollar sackte Bitcoin zeitweise auf 89.600 Dollar ab und riss dabei den gesamten Markt mit in die Tiefe. Inzwischen hat sich der Kurs bei rund 90.500 Dollar stabilisiert, bleibt aber weiterhin im Minus.

Zinsentscheidung bremst Krypto-Euphorie

Die US-Notenbank Fed hat zwar den erhofften Zinsschritt um 25 Basispunkte vollzogen, dämpft aber gleichzeitig die Erwartungen für weitere Lockerungen. Fed-Chef Powell signalisierte, dass die Zinsen bereits „plausibel nahe der neutralen Spanne“ liegen. Laut „btc-echo.de“ preisen Zinsfutures mit einer Wahrscheinlichkeit von 78 Prozent ein, dass im Januar keine weitere Zinssenkung erfolgt. Die Zinsspanne dürfte damit vorerst bei 3,5 bis 3,75 Prozent verharren – deutlich weniger Liquidität als von vielen Marktteilnehmern erhofft.

Altcoins unter Druck, XRP als Ausnahme

Während Bitcoin im 24-Stunden-Vergleich 1,9 Prozent verlor, traf es Ethereum mit minus 3,8 Prozent noch härter. Der Kurs steht aktuell bei 3.120 US-Dollar, wie „btc-echo.de“ berichtet. Gegen den Trend behauptet sich XRP mit einem leichten Plus von 0,3 Prozent auf 2,03 US-Dollar – gestützt durch starke Zuflüsse in die XRP Spot ETFs.

Die Stimmung am Kryptomarkt ist gekippt. Der Fear-and-Greed-Index zeigt mit 23 Punkten „Extreme Angst“ an. Dabei gilt ein Niedrigzinsumfeld grundsätzlich als positiv für riskantere Anlageklassen wie Kryptowährungen. Wenn sichere Anlagen wie US-Staatsanleihen weniger Rendite abwerfen, suchen Investoren verstärkt nach Alternativen mit höherem Ertragspotenzial, so die Analyse von „btc-echo.de“.

Business Punk Check

Die Panik am Kryptomarkt wirkt übertrieben. Bitcoin hat trotz des aktuellen Rücksetzers seit Jahresbeginn über 100 Prozent zugelegt – eine Performance, von der traditionelle Anleger nur träumen können. Die kurzfristige Korrektur nach Fed-Entscheidungen ist ein bekanntes Muster und kein Grund zur Sorge.

Entscheidend ist vielmehr der langfristige Trend: Mit den Spot-ETFs sind institutionelle Investoren eingestiegen, die nicht nach schnellen Gewinnen jagen, sondern strategische Positionen aufbauen. Die wahre Herausforderung für Krypto-Investoren liegt nicht in der Zinspolitik, sondern in der eigenen Psychologie. Wer bei jedem Kursrückgang in Panik verfällt, wird langfristig Geld verlieren. Smart Money nutzt solche Phasen extremer Angst für strategische Käufe – vorausgesetzt, die Liquiditätsreserven wurden in den Hochphasen aufgebaut.

Häufig gestellte Fragen

  • Ist die aktuelle Bitcoin-Korrektur ein Grund zur Sorge?
    Nein, kurzfristige Korrekturen nach Fed-Entscheidungen sind ein bekanntes Muster. Langfristig orientierte Anleger sollten solche Phasen extremer Marktstimmung als potenzielle Einstiegschancen betrachten, vorausgesetzt sie verfügen über entsprechende Liquiditätsreserven.
  • Wie sollten Anleger ihre Krypto-Strategie angesichts der Zinspolitik anpassen?
    Die Strategie sollte nicht von einzelnen Zinsentscheidungen abhängig gemacht werden. Sinnvoller ist ein regelmäßiger Sparplan (Dollar-Cost-Averaging), der Marktschwankungen automatisch ausnutzt. Zudem empfiehlt sich eine Diversifikation über verschiedene Krypto-Assets, nicht nur Bitcoin und Ethereum.
  • Welche Rolle spielen institutionelle Investoren aktuell am Kryptomarkt?
    Institutionelle Investoren haben durch die Spot-ETFs einen einfacheren Zugang zu Bitcoin erhalten und bauen strategische Positionen auf. Sie agieren typischerweise langfristiger und mit weniger emotionalen Entscheidungen als Privatanleger, was mittelfristig zu einer Stabilisierung des Marktes beitragen kann.
  • Wie relevant ist der Fear-and-Greed-Index für Investmententscheidungen?
    Der Index ist ein wertvolles Stimmungsbarometer, das antizyklische Investoren nutzen können. Historisch betrachtet waren Phasen extremer Angst (unter 25 Punkten) oft gute Kaufgelegenheiten, während extreme Gier (über 75) auf überhitzte Märkte hindeutet. Er sollte jedoch nie als alleiniges Entscheidungskriterium dienen.
  • Was bedeutet die aktuelle Fed-Politik langfristig für Kryptowährungen?
    Trotz der vorsichtigen Kommunikation bewegt sich die Fed in Richtung eines lockereren Geldpolitik-Pfades. Langfristig dürfte dies positiv für Kryptowährungen sein, da mehr Liquidität im Markt tendenziell risikoreichere Anlageklassen begünstigt. Entscheidend bleibt jedoch die Inflationsentwicklung in den kommenden Monaten.

Quellen: „btc-echo.de“

Das könnte dich auch interessieren