Business & Beyond Baywatch Bozen: Südtirol im High-Tech-Boom

Baywatch Bozen: Südtirol im High-Tech-Boom

Start-ups wachsen wie wild, Universitäten expandieren, Traditionsfirmen brummen. Mit vielem hat man in Südtirol gerechnet. Nur nicht mit einem High-Tech-Boom!

Freude. Mit purer Freude präsentieren die Verantwortlichen des Innovationsparks (NOI) in Bozen ihre Zahlen. 2024 heißt es in dem Jahresbericht, sei gekennzeichnet von einem „außerordentlichen Wachstumsschub“: Das Budget für die Projekte im Super-Tech-Park stieg in den vergangenen drei Jahren um 77 Prozent auf 59 Millionen Euro, die Anzahl der Unternehmen als auch Start-ups verzeichnete ein Plus von 29 Prozent.

Lehre im Aufwind: Plus 100 Prozent Mitarbeiter

Die wichtigste Zahl aber war nach der Fertigstellung der neuen Fakultät für Ingenieurwesen die Anzahl der Mitarbeiter: Plus 100 Prozent! Bedeutet: Von 1200 auf 2400 Menschen, die im NOI arbeiten, forschen, lehren und lernen. Dies alles verdeutliche die steigende Bedeutung als auch das Vertrauen in die Forschungsinfrastruktur und die angebotenen Dienstleistungen. Die Zahlen ändern sich fast täglich. Aktuell sind es 83 Firmen, 39 Start-ups. Tendenz: nach oben!

Lange Liste erfolgreicher Unternehmen

Schon einen Schritt weiter ist Durst, der digitale Druckhersteller, der einen Umsatzrekord nach dem anderen jagt. Ebenso volle Auftrags-bücher hat der Marlinger Raupenfahrzeughersteller Geier. Die Heimat von Chef Bernhard Geier ist geprägt vom Obst- und Weinbau in anspruchsvollen Lagen. Anspruchsvoll? Nicht wirklich! „Kein Hang ist zu steil, keine Zeile zu schmal, kein Gelände zu unwegsam“, sagt Geier. Ein echter Lebensretter ist AngelEye. Das Bozener Softwareunternehmen hat Systeme entwickelt, die Menschen davor retten zu ertrinken. Wie das möglich ist? Unterwasserkameras erfassen alle Bewegungen der Badenden, geben im Falle eines Unfalls sofort eine Meldung an das Sicherheitspersonal aus. Rettungsschwimmer wie in Malibu wären hier fast überflüssig. Oder vielleicht doch Baywatch Bozen?

In sieben Jahren: 100 Millionen Umsatz

Zu guter Letzt gibt es noch Typen wie Benno Pamer, Chef des Bauchemie-Unternehmens Torggler, der dem Traditionskonzern seit 2018 zu neuem Glanz verhilft. In den vergangenen sieben Jahren stieg der Umsatz von 24,5 auf 43,5 Millionen Euro. Pamers erklärtes Ziel: In weiteren sieben Jahren sollen es 100 Millionen Euro Umsatz sein. Die will der Unternehmer erreichen, indem er neue Märkte wie den Schiffs- und Yachtbau erschließt. Was ihn antreibt? „Der Drang, unsere Produkte konstant zu verbessern“, so der Ex-Leichtathletik-Spitzensportler. Langweilig wird es den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit ihrem Chef sicherlich nicht, ist doch Pamer, der diplomierte Kommunikations-designer, auch Schriftsteller. Sein neuestes Werk: „Blutrote Grazien“. Pamer ist so etwas wie der Sebastian Fitzek aus Südtirol. Nebenbei noch CEO eines Chemieunternehmens, zweifacher Familienvater und Sportler. Pamer kennt nur eins: Vollgas!

Südtirol: Forschung zum Anfassen.

Region Südtirol – alle Infos unter: www.suedtirol.biz

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