Brand & Brilliance Ruth, die Starke: Markenführung bei Salewa und Dynafit

Ruth, die Starke: Markenführung bei Salewa und Dynafit

Ruth Oberauch ist nicht nur Vizepräsidentin der Oberalp Gruppe, zu der Marken wie Salewa und Dynafit gehören. Sie ist vor allem eine Frau mit Haltung. Mit viel Energie. Und ganz viel Gefühl. Das kommt nicht nur an, sondern bringt auch echte Erfolge für die Unternehmen.

Ruth Oberrauch macht den Bergsport weiblicher, ihr Unternehmen nachhaltiger.

Und beides erfolgreicher. Manche Menschen, wie Jürgen Klopp, sagen: Trainer sein ist nur zu 30 Prozent Taktik. Der Rest ist Zuhören, Begleiten, Motivieren. Ruth Oberrauch tickt ähnlich. Sie führt. Aber sie hört auch zu. Als Board Member verantwortet sie Personal und Nachhaltigkeit – und denkt beides zusammen: „Es geht um Menschen. Und darum, wie wir arbeiten, nicht nur, was wir tun. Und darum, wie wir Zukunft gestalten.“

Die Südtirolerin Ruth Oberauch: Erfolgreiche Unternehmerin, Mutter und jemand, der die Welt verstanden hat.

Weiblicher Zugang zu einer männerdominierten Welt

Die Mutter von zwei Kindern ist Teil einer Unternehmerfamilie – und jemand, der hinschaut, statt nur zu reden. 2020 gründete sie LaMunt, die erste Bergsportmarke von Frauen für Frauen. LaMunt heißt auf Ladinisch „der Berg“. Und: Der Berg ist weiblich.

„Der Name klingt kantig und stark, aber auch melodisch und fein“, so Oberrauch. Die Idee für den Markennamen wurde inspiriert von ihrer Großmutter aus Alta Badia, wo man bis heute Ladinisch spricht. Mit LaMunt will die Unternehmerin Frauen ermutigen, ihren eigenen Zugang zu den Bergen, einer bislang eher männerdominierten Welt, zu finden. „Es geht nicht ums Bezwingen“, sagt sie. „Es geht ums Draußensein, ums Erleben. Um Freiheit. Um dieses Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.“

Egal, ob jemand einfach gern wandert oder sportlich an Grenzen geht – der Berg ist für alle da. Vielleicht braucht es mehr Geschichten wie die von Henriette d’Angeville, die 1838 mit einem Glas Champagner auf dem Mont Blanc stand. „Wollen ist Können“, schrieb sie damals in den Schnee. Für Ruth ist das kein Spruch, sondern eine Haltung. „Frauen heute sind stark und echt. Sie sind selbstbestimmt und sensibel – und gerade das ist ihre Stärke.“ Sie selbst lebt das vor.

Bewegung statt Stillstand: Eines Tages wird sie die Präsidentschaft der Oberalp Gruppe übernehmen – die Nachfolge ihres Vaters Heiner Oberrauch antreten. Wann? Kein Thema. Kein Druck. „Das passiert, wenn es richtig ist“, sagt sie. Wichtiger ist ihr, was sie inhaltlich bewegen kann: Bis 2030 will Oberalp seine Emissionen halbieren, bis 2050 ein Net-Zero Company werden. „Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen – als Unternehmen, aber auch persönlich.“

Weitere Infos unter www.suedtirol.biz

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