AnlagePunk Bitcoin-Mythos geknackt: Warum der 4-Jahres-Zyklus tot ist

Bitcoin-Mythos geknackt: Warum der 4-Jahres-Zyklus tot ist

Bitcoin schließt 2025 im Minus – ein historisches Novum nach einem Halving-Jahr. Während Zyklen-Gläubige einen Bärenmarkt erwarten, deuten Fundamentaldaten auf ein bullisches 2026 hin. Zeit für ein Umdenken bei Krypto-Investments?

Der Bitcoin-Kurs endet 2025 mit einem Minus von über 5 Prozent – ein Schock für alle, die auf die großen Rallye-Prognosen von bis zu 250.000 Dollar gesetzt haben. Statt Mondfahrt gab es Ernüchterung. Doch hinter diesem vermeintlichen Rückschlag verbirgt sich etwas Faszinierendes: Der legendäre 4-Jahres-Zyklus, auf den viele Krypto-Investoren schwören, zeigt erste Risse. Wir erleben gerade einen historischen Moment, der die Spielregeln im Krypto-Investment grundlegend verändern könnte, wie „cryptonews.com“ berichtet.

Der Halving-Mythos bröckelt

Bislang galt die Formel als unantastbar: 500 Tage vor dem Halving kaufen, 500 Tage danach verkaufen, dann folgt ein Bärenmarkt. Dieses Mantra hat viele Anleger zu beachtlichen Gewinnen geführt. Doch 2025 passierte etwas, das es laut „finanzen.net“ noch nie gab: Bitcoin fällt im Jahr nach einem Halving. Obwohl das Allzeithoch tatsächlich wie prognostiziert am 6. Oktober 2025 erreicht wurde, folgte danach ein Absturz auf aktuell 89.000 Dollar. Besonders auffällig: Das vierte Quartal, traditionell die Hochphase für Krypto-Gewinne, brachte diesmal herbe Verluste. Auch der Fear and Greed Index verharrt seit Monaten im extremen Angstbereich – ein weiteres Novum in der Bitcoin-Geschichte.

Fundamentaldaten statt Chartmuster

Die Wahrheit ist: Fundamentaldaten treiben Kurse, nicht Zyklen. Und genau hier wird es für 2026 interessant. Die Rahmenbedingungen könnten kaum besser sein: Die US-Regierung arbeitet an regulatorischer Klarheit für Kryptowährungen, Trump plant Steuersenkungen und Zoll-Dividenden, und die Fed signalisiert Zinssenkungen. Zusätzlich zeigt der überhitzte Edelmetallmarkt erste Anzeichen für mögliche Kapitalumschichtungen Richtung Krypto.

Statistik gegen Zyklus-Theorie

Ein weiterer Fakt spricht gegen den prognostizierten Bärenmarkt: Bitcoin ist noch nie zwei Jahre in Folge gefallen. Statistisch gesehen erhöht das Minus in 2025 sogar die Wahrscheinlichkeit für ein Plus in 2026. Der Fear and Greed Index, der seit Monaten extreme Angst anzeigt, fungiert zudem als Kontraindikator – historisch betrachtet waren solche Phasen immer die besten Einstiegszeitpunkte.

Business Punk Check

Die Krypto-Szene klammert sich verzweifelt an alte Muster, während sich die Märkte längst weiterentwickelt haben. Der 4-Jahres-Zyklus war ein nützliches Modell für eine unreife Assetklasse – doch mit institutionellem Kapital, ETFs und regulatorischer Integration spielen jetzt andere Faktoren. Die harte Wahrheit: Wer 2026 auf einen klassischen Bärenmarkt wettet, könnte eine massive Rallye verpassen. Die Fundamentaldaten sprechen eine klare Sprache: Liquiditätszuflüsse, politische Unterstützung und technische Weiterentwicklung schaffen ein Umfeld, das eher an 2020 als an 2018 erinnert. Smart Money positioniert sich bereits, während Retail-Investoren noch von vergangenen Zyklen träumen.

Die wahre Investment-Strategie für 2026? Fundamentals over Patterns. Wer jetzt den Mut zum antizyklischen Investment aufbringt, könnte die nächsten großen Gewinner im Portfolio haben, lange bevor die Masse den Paradigmenwechsel erkennt.

Häufig gestellte Fragen

  • Ist der 4-Jahres-Zyklus bei Bitcoin wirklich tot?
    Der klassische Zyklus zeigt deutliche Auflösungserscheinungen. Mit zunehmender Marktreife, institutionellen Investoren und regulatorischer Integration reagiert Bitcoin stärker auf makroökonomische Faktoren als auf reine Halving-Zyklen. Für Anleger bedeutet dies: Fundamentaldaten statt Kalender beobachten.
  • Wie sollten Anleger angesichts des gebrochenen Zyklus jetzt investieren?
    Antizyklisches Investment ist jetzt der Schlüssel. Der langanhaltende Fear-and-Greed-Index im Angstbereich signalisiert historisch betrachtet günstige Einstiegschancen. Statt auf Zyklen zu warten, empfiehlt sich eine fundamentaldatenbasierte Strategie mit regelmäßigen, kleineren Investments (Dollar-Cost-Averaging).
  • Welche Fundamentaldaten sprechen für ein bullishes Bitcoin-Jahr 2026?
    Die kommenden US-Steuersenkungen, erwartete Fed-Zinssenkungen und die fortschreitende regulatorische Klarheit bilden ein positives Umfeld. Zudem könnte der überhitzte Edelmetallmarkt Kapital in Richtung Krypto umleiten. Die statistische Unwahrscheinlichkeit zweier aufeinanderfolgender Verlustjahre verstärkt die bullische Perspektive zusätzlich.
  • Welche Rolle spielt der Fear and Greed Index für Investmententscheidungen?
    Als Kontraindikator zeigt er optimale Einstiegspunkte an. Der aktuelle, historisch lange Verbleib im extremen Angstbereich deutet auf überverkaufte Märkte hin. Erfolgreiche Investoren nutzen solche Phasen gezielt für den Positionsaufbau, während die Masse noch in Schockstarre verharrt.
  • Wie verändert der gebrochene Zyklus die langfristige Bitcoin-Investment-Strategie?
    Statt auf zeitbasierte Ein- und Ausstiegspunkte zu setzen, sollten Anleger einen flexibleren, fundamentaldatengesteuerten Ansatz verfolgen. Wichtig wird die Beobachtung makroökonomischer Faktoren, regulatorischer Entwicklungen und institutioneller Adoption. Die Bewertung sollte weniger an historischen Zyklen und mehr an klassischen Bewertungsmodellen wie Stock-to-Flow oder NVT-Ratio orientiert sein.

Quellen: „finanzen.net“, „cryptonews.com“, „de.finance.yahoo.com“